Sport
17.01.2012

Tischtennisprofis spielen ab 2012 bei World-Tour

Das internationale Tischtennis hat 2012 mehr zu bieten als das olympische Turnier in London.

Auch die über das Kalenderjahr gehende Turnierserie soll elektrisieren, zumindest mehr als zuletzt. Dem soll auch die neue Bezeichnung World Tour Ausdruck geben. Der Auftakt erfolgt diese Woche in Budapest. Am markantesten ist ein Preisgeld-Anstieg, aber auch den Fans soll mehr geboten werden.

15 Turniere umfasst die neue World Tour, jede Station umfasst zwei Qualifikations- und drei Hauptbewerbstage. Insgesamt 2,475 Mio. Dollar (1,95 Mio. Euro) werden im Laufe des Jahres ausgespielt, wobei allein bei den für 6. bis 9. Dezember angesetzten Grand Finals 1,016 Mio. Dollar (801.958 Euro) zu haben sind. Im Einzel sind bei Damen und Herren 20 Athleten dabei, im Doppel acht Paare.

Während im Doppel die Teilnahme an mindestens vier Events Voraussetzung ist, werden die 16 über die World Tour vergebenen Plätze für Spieler mit mindestens fünf im Jahresverlauf angesammelten Turnierergebnissen vergeben. Die restlichen Startplätze erhalten die Top Vier aus dem neu geschaffenen Euro-Africa-Circuit, diese Serie umfasst zwei in Afrika und vier in Europa gespielte Turniere.

Pekuniär gibt es auf der World Tour acht Kategorien. Mit je 35.000 Dollar (27.626 Euro) ist bei vier Events am wenigsten zu verdienen, darunter bei den am (heutigen) Dienstag begonnenen Ungarn Open in Budapest. Nächste Woche bei den Slowenien Open in Velenje werden 85.400 Dollar (67.409) ausgelobt. Preisgeld-Krösus hinter den Grand Finals sind die Harmony China Open Ende August in Suzhou mit 231.200 Dollar (182.493).

Dass die World Tour von den Spielern schon angenommen wird, zeigt die Besetzung in Budapest. Trotz der geringen Dotation kommen etwa die Chinesen mit den von Ma Long und Ding Ning angeführten ersten drei bzw. ersten vier der Weltrangliste. Die Österreicher sind gleich mit 17 Aktiven dabei. Die ÖTTV-Garde wird von Chen Weixing bzw. Liu Jia und Li Qiangbing angeführt. Nur dieses Trio ist für den Hauptbewerb gesetzt. Werner Schlager und Robert Gardos gehen in Ungarn nicht an den Start.

ÖTTV-Generalsekretär Rudolf Sporrer begrüßt die Neuerungen, vor allem auch den Euro-Africa-Circuit. "Wir werden den sicher mit unserem B-Kader beschicken, zumindest die Turniere in Europa", erklärte er. Den Zuschauern soll in den Hallen wie auch über die Medien mehr an Information und Unterhaltungswert geben. Damit soll die Attraktivität gesteigert und dem Trend gegengesteuert werden, dass das Interesse abgenommen hat.