Dominic Thiem

© APA/AFP/CHRISTOF STACHE

Tennis
05/01/2016

Thiem verliert Final-Krimi in München

Der Österreicher unterliegt dem Deutschen Philipp Kohlschreiber.

Es mag vielleicht nur ein Turnier der 250er-Serie gewesen sein, aber das Endspiel von München wäre auch einem höherwertigen Turnier durchaus gut zu Gesicht gestanden. Hochspannend, hochklassig und höchst unterhaltsam, wie dieser Schlagabtausch war, den sich Dominic Thiem und Philipp Kohlschreiber im Finale der BMW-Open lieferten. Nach einem packenden Hin und Her und einem harten Kampf setzte sich der deutsche Lokalmatador in drei Sätzen mit 7:6, 4:6 und 7:6 durch, er durfte über seinen dritten Sieg beim Heimturnier in Bayern jubeln.

Die beiden Freunde empfanden es offenbar als Verpflichtung, den 5400 Menschen, die sich bei nasskaltem Wetter im Stadion eingefunden hatten, richtig einzuheizen und eine Final-Show abzuliefern, die begeisterte. Der Abschluss einer turbulenten Turnierwoche, in der es an einem Tag sogar geschneit hatte, fiel jedenfalls äußerst spektakulär aus.

Monsterspaß

Kohlschreiber hatte das Tiebreak des ersten Satzes gewonnen, nachdem Thiem zuvor sechs Satzbälle abgewehrt hatte. Im zweiten Satz schlug der Niederösterreicher zurück (6:4), ehe der Entscheidungssatz noch einmal alles toppte: Erste wehrte Thiem beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle ab, ehe er im Tiebreak schließlich mit 4:7 den Kürzeren zog. Damit verlor der 22-Jährige erstmals in diesem Jahr einen Entscheidungssatz, nachdem er zuvor in 13 Versuchen stets die Oberhand behalten hatte.

Bei der Siegerehrung erhielt Thiem dennoch Standing Ovations. Und auch der Mister MünchenPhilipp Kohlschreiber stand dort bereits zum fünften Mal im Finale – war voll des Lobes für den Gegner. „Das war ein Riesenfight, Dominic hat es mir sehr schwer gemacht. Aber es hat Monsterspaß gemacht“, sagte der 32-jährige Deutsche.

Dominic Thiem zog nach der Finalniederlage dennoch zufrieden Bilanz. Immerhin stand er bereits zum dritten Mal in diesem Jahr in einem Endspiel. Und immerhin wird er sich in der Weltrangliste wieder um einen Platz auf Position 14 verbessern. „Ich fahre mit positiven Erinnerungen zu den kommenden Turnieren“, sagte Thiem.

Weiter geht es bei den ATP-1000-Turnieren in Madrid und Rom. In Spanien trifft er diese Woche zum Auftakt auf den Argentinier Juan Martin del Potro, den US-Open-Sieger von 2009, der wegen einer Handgelenksverletzung in den vergangenen Jahren kaum spielen konnte.

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