APA13933204 - 30072013 - KITZBÜHEL - ÖSTERREICH: Andreas Haider-Maurer (AUT) nach seinem Spiel gegen Dennis Novak (AUT) am Dienstag, 30. Juli 2013, beim ATP Turnier Bet-at-home Cup in Kitzbühel. APA-FOTO: Robert Parigger

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Tennis
07/30/2013

Haider-Maurer gewinnt Österreicher-Duell

Der 26-Jährige entscheidet in Kitzbühel ein enges Match gegen den 19-jährigen Dennis Novak für sich.

Im Duell der beiden Niederösterreicher beim mit 410.200 Euro dotierten bet-at-home-Cup am Dienstag in Kitzbühel setzte sich der Favorit durch. Andreas Haider-Maurer besiegte in der ersten Runde des ATP-250-Turnier vor rund 3.500 Zuschauer Dennis Novak nach 77 Minuten mit 6:4,6:4 und trifft im Achtelfinale nun auf den als Nummer zwei gesetzten Argentinier Juan Monaco. Am Mittwoch kommt es zum nächsten rot-weiß-roten Duell zwischen Jürgen Melzer und Dominic Thiem.

Der 26-jährige Haider-Maurer, der mit einer Wildcard im Hauptbewerb steht, sprach im Anschluss von einem sehr engen Match. Ein Break im ersten Game des ersten Satzes und ein Break im letzten Game des zweiten Satzes brachte die Entscheidung zugunsten der Nummer 91 im ATP-Ranking. "Da sieht man, wie knapp es war. Diese Partie hätte auch jederzeit kippen können", sagte Haider-Maurer, dessen Rückenprobleme der vergangenen Tage verschwunden sind. Als Grund für seinen Erfolg nannte Haider-Maurer seinen guten Aufschlag: "Damit war ich sehr zufrieden."

Monaco nächster Gegner

Der "Routinier" streute dem unterlegenen Novak, die Nummer 565 der Rangliste, nach der Partie Rosen: "Dennis hat ein sehr gutes Turnier gespielt. Er ist ein gefährlicher Spieler mit sehr viel Potenzial." Der 19-jährige Qualifikant setzte Haider-Maurer immer unter Druck und ließ nicht zu, dass der sein Spiel durchziehen konnte. Im Achtelfinale hat der Haider-Maurer mit Monaco einen starken Gegner. "Aber wenn ich es schaffe, mein Spiel aufzuziehen, dann habe ich Chancen. Ich habe jedenfalls keinen Druck."

Haider-Maurer gestand vor der Partie, nervös gewesen zu sein. Ähnlich war es aber auch Novak ergangen. Der war bisher nur auf Future-Ebene unterwegs gewesen. "Von dieser Zuschauerkulisse war ich schon beeindruckt", sagte er. "In den ersten beiden Games war ich unheimlich nervös. Ich hatte ja schon beim Reingehen eine Gänsehaut.". Und trotz der Niederlage sprach Novak vom größten Erfolg in seiner bisherigen Laufbahn. Mit dem Überstehen der Qualifikation dürfte Novak erstmals unter die Top 500 kommen. "Mein Ziel ist, irgendwann Top 30, auch wenn ich wie jeder Junge von Rang eins träume."

Novak wird in den nächsten Wochen kleinere Brötchen backen und wieder bei Future-Turnieren aufschlagen, im September will er den Schritt auf Challenger-Ebene wagen. Haider-Maurer hofft hingegen, in den Hauptbewerb der US Open zu kommen. "Ansonsten bleibe ich so lange wie möglich in Europa bei Sandplatzturnieren", kündigte Haider-Maurer an.

Reges Zuschauerinteresse

Das Kitzbüheler ATP-Turnier war am Dienstag ausverkauft. Und auch am Mittwoch will Turnier-Direktor Alexander Antonitsch wieder die Ausverkauft-Schilder vor den Kassen sehen, denn das rot-weiß-rote "Generationen-Duell" zwischen dem 32-jährigen Jürgen Melzer, der Nummer eins in Österreich und Nummer vier in Kitzbühel, und dem 19-jährigen Thiem steht als dritte Partie des Tages auf dem Programm.

"Ich habe nichts zu verlieren und kann locker in diese Partie gehen. Für mich ist es schon etwas Besonderes, denn Jürgen ist das Idol schlechthin für mich", bekannte Thiem vor der Achtelfinalbegegnung. In der Südstadt, wo Thiem ebenso wie Trainingskollege Novak von Günter Bresnik betreut wird, trainiert der Jungstar immer wieder auch mit Jürgen Melzer. Für Melzer ist es das erste Match nach seinem Aus im Doppel-Viertelfinale von Wimbledon.

Topgesetzter Kohlschreiber schon out

Das mit 410.200 Euro dotierte ATP-Tennisturnier in Kitzbühel hat seine erste Überraschung. Der als Nummer eins gesetzte Philipp Kohlschreiber unterlag am Dienstag im Achtelfinale des bet-at-home-Cups dem Argentinier Leonardo Mayer nach 1:44 Stunden mit 4:6,6:7(4). Im Vorjahr hatte der deklarierte Kitzbühel-Fan, der sich lange in der Gamsstadt vorbereitet hat, noch das Finale erreicht.

Kohlschreiber zeigte sich nach der überraschenden Niederlage sichtlich enttäuscht: "Es ist schade für mich und natürlich für das Turnier und die Veranstalter. Ich komme immer gerne hierher, auch zum Skifahren. Da ist alles so herzlich und familiär", erklärte der 29-jährige Bayer. Für seine Niederlage fand Kohlschreiber einfache Erklärungen: "Schlecht begonnen, zudem den Rhythmus nicht gefunden und die Nervosität nie abgelegt. Die Höhenlage in Kitzbühel verzeiht einfach keine Fehler."

Nach dem klaren Verlust des ersten Satzes hatte Kohlschreiber im zweiten die Chance zum Satzgewinn, verhaute den Ball aber, um letztlich im Tiebreak zu verlieren.

Besser erging es hingegen Titelverteidiger Robin Haase. Der Niederländer, der 2011 und 2012 in Kitzbühel gewann, besiegte in der ersten Runde den Franzosen Guillaume Rufin 6:4,7:6(4) und trifft am Mittwoch im Achtelfinale auf den Deutschen Daniel Brands.

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