Thiem-Team? Dominic Thiem spielt Daviscup, der Verband und Bresnik erzielten endlich eine Einigung

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Tennis-Freuden
05/07/2014

Das Dream-Team rund um Dominic Thiem

Der Erfolg des Talents hat viele Väter - einer von ihnen wird sogar mit ihm verwechselt.

von Harald Ottawa

Nein, es war nicht nur ein Tennisfest für österreichische Fans oder Tennis-Liebhaber aus Lichtenwörth. Auch internationale Sportzeitungen waren nach Dominic Thiems 1:6-6:2-6:4-Erfolg über den Weltranglisten-Dritten Stanislas Wawrinka ebenso angetan und prophezeiten Österreichs Tennissport eine große Zukunft. Spätestens nach dem Sieg über den Schweizer Wawrinka, der in diesem Jahr der erfolgreichste Spieler der Welt ist, werden auch die großen Medien auf den 20-Jährigen aufmerksam. "Ich habe mit vielen deutschen Journalisten gesprochen, sie haben alle zu Thiem gratuliert. Vor allem die sensationelle Rückhand haben alle gelobt", sagt Eurosport-Kommentator Alexander Antonitsch.

Dominic Thiem ist angekommen. Er selbst sagt: "Es war wichtig, zu sehen, dass ich auch solche Spieler schlagen kann. Das macht mich megastolz und ist eine ganz große Motivation."

Die Lobeshymnen kommen von allen Seiten, so auch von Thomas Muster: "Das ist einfach nur sensationell." Auch zu Hause, im kleinen Lichtenwörth bei Wiener Neustadt wird viel über den immer berühmter werdenden Sohn gesprochen. "Vor allem nach dem Sieg über Wawrinka werde ich pausenlos angesprochen, aber auch in der Südstadt und im benachbarten größeren Ort Seebenstein", sagt Wolfgang Thiem, der 41-jährige Vater von Dominic, der für seinen Sohn viel geopfert hat: Der Tennislehrer musste Überstunden machen und gar eine Wohnung verkaufen, um die Karriere seines Sohnes zu finanzieren. Dabei wird er ob seines jugendlichen Auftretens sogar mit seinem langsam berühmt werdenden Sohn verwechselt. "Vor Kurzem wurde ein Spiel vom Dominic im Dorfwirtshaus übertragen, da ist ein älterer Herr reingekommen und hat gerufen: ,Schau, der Wolferl spielt.‘"

Fokussiert

Klar kann auch Wolfgang Thiem Tennis spielen. Was er aber wirklich ist: ein wichtiger Bestandteil im Dream-Team Thiem. Federführend ist freilich Günter Bresnik, der schon Daviscup-Kapitän war und Boris Becker, Pat McEnroe, Horst Skoff oder Stefan Koubek erfolgreich trainiert hat. Er sagte bereits vor vier Jahren: "Der hat alle Anlagen, um ein ganz Großer zu werden." Damals stieg Thiem gerade auf die Junioren-Tour ein. Bresnik weiß, was er an seinem Schützling hat: "Er spielt für sein Leben gerne Tennis. Diskotheken hat es für ihn nie gegeben. Zeig mir einen 20-Jährigen, der nur für eine Sache lebt", sagt Bresnik.

Im Achtelfinale am Donnerstag (ab 19 Uhr live im ORF Sport +) wartet nun der Spanier Feliciano Lopez. Der 32-Jährige, der den ersten seiner bisher drei ATP-Titel 2004 in Wien gewonnen hatte, setzte sich am Mittwoch in der zweiten Runde gegen den Russen Michail Juschnij nach 2:19 Stunden mit 3:6,6:3,6:4 durch.

Lopez ist die Nummer 29 der Weltrangliste und damit 38 Plätze vor Thiem platziert, seine bisher beste Position war der 15. Rang im Jahr 2012.

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