Sport
31.03.2017

Federer und Kyrgios im Miami-Viertelfinale

Der Schweizer schaltet den Tschechen Berdych aus, der Australier den Deutschen Zverev.

Roger Federer hat seinen Erfolgslauf auch im Viertelfinale des ATP-Masters in Miami fortgesetzt. Der Schweizer, der in diesem Jahr lediglich ein Match verlor, bezwang den Tschechen Tomas Berdych 6:2, 3:6, 7:6 (8:6). Im Halbfinale trifft der Australian-Open-Sieger auf den Australier Nick Kyrgios, der das deutsche Top-Talent Alexander Zverev mit 6:4, 6:7 (9:11), 6:3 schlug. Im zweiten Semifinale erwartet Rafael Nadal den Italiener Fabio Fognini.

Federers Siegeslauf hing an einem seidenen Faden. Der 35-Jährige hatte gegen Berdych nach einer 5:2-Führung im dritten Satz im Tiebreak zwei Matchbälle abzuwehren, ehe er doch noch aufgestiegen ist. "Ein super Gefühl", meinte er nach dem 18. Sieg im 24. Duell mit dem Tschechen. "In Dubai habe ich ein ähnlich verrücktes Spiel verloren." Damals bezog er gegen Jewgeni Donskoi (RUS) seine einzige Saisonniederlage.

Kyrgios geht nun in der Nacht auf Samstag (MESZ) mit einer positiven Bilanz gegen Federer in das Halbfinale. 2015 in Madrid hatte er den Eidgenossen in drei Tiebreaks besiegt. Zu einem weiteren Duell kam es vor zwei Wochen im Indian-Wells-Viertelfinale nicht, da Kyrgios w.o. geben musste. Federer geht jedenfalls mit einer Serie von zehn Erfolgen ins Match.

Venus wurde entzaubert

Bei den Damen wurde Angelique-Kerber-Bezwingerin Venus Williams von Johanna Konta entzaubert. Die wurde erst nach Mitternacht durch einen 6:4,7:5-Sieg zur ersten Britin in einem Miami-Endspiel. Das bringt ihr auch die Rückkehr in die Top Ten. "Es war so unglaublich knapp", meinte die 25-Jährige. "Es hätte auch in die andere Richtung ausgehen können." Um den Titel geht es für Konta am Samstag.

Die Gegnerin der Nummer zehn des Turniers ist mit Caroline Wozniacki die Nummer zwölf. Beim Turnier in Florida hatte es die Dänin davor noch nie so weit geschafft, einmal war sie zumindest im Halbfinale. Mit einem 5:7,6:1,6:1 bewies die 26-Jährige ihre starke Form. Sollte Wozniacki ihren 26. Karriere-Titel holen, würde sie zur Nummer acht aufrücken. Konta würde ein Triumph bis auf Position sieben nach vor bringen.