Andy Murray fühlt sich sichtlich wohl in Wien: "Die Atmosphäre ist hervorragend".

© APA/GEORG HOCHMUTH

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10/16/2014

Andy Murray: Der Star ist angekommen

Der britische Olympiasieger hatte gestern erstmals Kontakt mit seinen Fans.

von Harald Ottawa

Zunächst landete Andy Murray in der Wiener Stadthalle bei einer kleinen Baustelle, ehe er doch den Weg zu seinen Fans fand. Ein österreichischer Journalist hatte ihn etwas in die Irre geführt.

Nicht beirren ließ er sich von den anderen Medienvertretern und Fans. Und beantwortete geduldig die Fragen. Zum ersten Mal sei er in Wien, könne über die Stadt deshalb nicht allzu viel sagen. "Nach dem Abendessen habe ich einen kleinen Spaziergang getätigt und dabei die Oper gesehen und das berühmte Hotel Sacher. "

Wichtiger sei für ihn, dass ihm der Court und die Halle entgegenkommen. "Der Platz ist sehr schnell, das gefällt mir sehr. Und die Atmosphäre ist hervorragend, das Publikum macht mächtig Stimmung."

Anspruch

Freilich zählt für ihn nur der Titel. Warum sollte er sonst auch kommen, er weiß, dass in den Ranglisten-Gegenden, in denen er sich befindet, die Luft dünner wird und die Abstände größer. Noch liegt er im Ranking auf Platz elf, da aber Spieler vor ihm noch einiges zu verteidigen haben, ist die Chance auf eine Teilnahme beim Finale in London im November groß. 250 Punkte in Wien (die gibt es für den Titel) könnten da schon eine große Hilfe sein.

Sonst war er ja immer dabei. Eine Rückenverletzung Ende des vergangenen Jahres warf den Olympiasieger zurück. Den gesamten Herbst musste er passen. "Auch in der ersten Jahreshälfte habe ich dadurch eher selten Hochform erreicht."

Für Aufsehen sorgte er Anfang Juni, als er sich als einer der wenigen Herren eine Trainerin zulegte. Die Französin Amelie Mauresmo ist aber nicht in Wien, stößt erst in zwei Wochen in Paris zu ihrem neuen Schützling. Dieser kann die Diskussionen nicht mehr hören. "Unterschiede gibt es nur zwischen den einzelnen Trainern, egal ob Mann oder Frau." Seine Mutter Judy hat ihn übrigens auch schon trainiert. Auch sie sieht nicht live, wie Murray heute auf den Kanadier Vasek Pospisil trifft. "Ich habe noch nie gegen ihn gespielt, weiß aber, dass er sehr viele Asse servieren kann."

Abfahrt

Bitter enttäuscht ist freilich Dominic Thiem nach seiner 3:6-6:3-3:6-Niederlage gegen den schlau spielenden Niederländer Robin Haase. "Ich habe mein Spiel nie umgestellt, als ich gesehen habe, dass es nicht klappt", sagt der 20-Jährige. Sein Trainer Günter Bresnik pflichtet bei. "Er hat Recht, braucht einen Plan B, wenn er sieht, dass sein Aufschlag nicht klappt." Demnächst geht’s mit dem Flieger nach Basel. Zuvor unterschrieb er gestern in der Südstadt einen Vertrag mit Autohersteller Kia. Damit ist er zumindest in dieser Hinsicht ein Markenkollege von Rafael Nadal. Nach Basel geht’s weiter nach Paris und Zwölfaxing, wo Thiem seinen Wehrdienst ableistet.Allerdings nur wenige Wochen, Ende November fliegt das Team Thiem zum Training nach Teneriffa. Mit dabei ist auch der Waldviertler Andreas Haider-Maurer.

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