Weiter nach oben: Dominic Thiem spielt mit 22 wie ein Routinier.

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Tennis
05/12/2016

Thiem schlägt Federer und verzichtet auf Olympia

Dominic Thiem besiegt in Rom einen nicht ganz fitten Roger Federer.

von Harald Ottawa

Womöglich gab es bessere Partien von Dominic Thiem, womöglich war es kein Riesenspiel, sicher aber war es ein weiterer Riesenschritt in seiner noch so jungen Karriere: Nachdem der erst 22-Jährige im Februar ein Hakerl unter Rafael Nadal gemacht hatte, steht seit Donnerstag Roger Federer auf seiner Liste. Der Niederösterreicher schlug den Superstar im Achtelfinale von Rom 7:6 und 6:4.

Freilich, Federer bot nicht sein bestes Tennis, und das konnte er aufgrund seiner Rückenprobleme auch nicht. Am Mittwoch hatte der Maestro noch anklingen lassen, eventuell gar nicht anzutreten. Er tat es dennoch – und fabrizierte 34 unerzwungene Fehler. Thiem kann sich seinerseits nur vorwerfen, im ersten Satz lange nicht seinen gewohnten Rhythmus gefunden zu haben. Rechtzeitig im Tie-Break, das er klar 7:2 gewann, zeigte der Lichtenwörther Tennis für Feinspitze. Und im zweiten Satz hatte man nie das Gefühl, dass er die Partie noch aus der talentierten Hand geben könnte. "Roger hat trotz seiner gesundheitlichen Probleme gefährlich gespielt. Meine Freude über den Sieg ist daher sehr groß", sagt Österreichs Jungstar, auf den im Viertelfinale mit dem Japaner Kei Nishikori die Nummer sechs der Welt wartet.

Für Thiem, derzeit Nummer 15, gab es dennoch eine Bestmarke und die Egalisierung einer solchen: Er hatte zuvor noch nie eine regierende Nummer zwei der Welt besiegt, bislang war der Erfolg über Stan Wawrinka in Madrid (Nummer drei) vor zwei Jahren das beste Resultat. Nadal war im Februar wie auch jetzt nur die Nummer fünf. Und: Thiem hat sein bislang bestes Ergebnis bei einem ATP-1000-Turnier eingestellt, im Viertelfinale von Miami unterlag er 2015 dem Briten Andy Murray.

Im Ranking gab’s auf dem Weg in die Top Ten wieder Punkte. Neben guter Resultate bei den Topturnieren auch ein Ziel heuer – dafür gibt’s erwartungsgemäß kein Olympia (O-Ton Thiem nach Match gegen Federer: "Ich spiele nicht bei Olympia"), auch ein Daviscup-Antreten im Juli in der Ukraine ist eher unwahrscheinlich.

Dominic Thiem - Roger Federer 7:6 (2), 6:4

2. Satz (1. Aufschlag Federer):

6:4 - Thiem schafft es tatsächlich! Der Niederösterreicher besiegt erstmals in seiner Karriere Roger Federer.

5:4 - Wieder ein enges Game, in dem der Schweizer sich irgendwie noch im Spiel halten kann.

5:3 - Thiem steht nun dicht vor seinem ersten Sieg über den großen Federer.

4:3 - Federer wehrt einen Breakball ab und verkürzt nochmal. Allerdings muss sein Gegenüber nun "nur" noch sein Aufschlagspiel durchbringen.

4:2 - Thiem zieht auf 4:2 davon. Es schaut nicht wirklich so aus, als ob könnte sich der Schweizer in diesem Match nochmal zurückmelden.

3:2 - Thiem nützt die eine Breakchance, die er sich erarbeitet hat und macht das wichtige Break zum 3:2. War das die Vorentscheidung in diesem Match?

2:2 - Thiem bringt sein Aufschlagspiel zu Null durch.

1:2 - Federer geht wieder in Front, Thiem macht zwei Punkte. Es wird immer offensichtlicher, dass der Schweizer aufgrund seiner Rückenprobleme stark darum bemüht ist, die Rallys so kurz wie möglich zu halten.

1:1 - Auch Thiem hat keine Probleme bei seinem Aufschlagspiel

0:1 - Federer zeigt sich zu Beginn des zweiten Satzes souverän.

1. Satz (1. Aufschlag Thiem):

7:6 - Thiem gewinnt nach 46 Minuten den ersten Satz. Das Tiebreak geht mit 7:2 zu Gunsten der österreichischen Nummer eins.

6:6 - Es bleibt ein umkämpftes Match. Es geht ins Tiebreak.

6:5 - Federer hat zwei Breakbälle, Thiem wehrt den ersten mit einem Ass ab, den zweiten vergibt der Schweizer leichtfertig. Danach zeigt der Niederösterreich seine Klasse und sichert sich mit einem Rückhand-Winner das Tie-Break.

5:5 - Federer lässt in diesem Spiel nichts anbrennen und gleicht aus.

5:4 - Thiem geht erneut in Führung, sein Schweizer Gegner serviert gleich gegen den Satzverlust.

4:4 - Der erste Satz ist wieder ausgeglichen. Beide Spieler zeigen bei Weitem nicht ihr bestes Tennis.

4:3 - Thiem gewinnt dieses Game zu Null. Bei Federer machen sich seine Probleme mit dem Rücken, die ihn dauernd plagen, bemerkbar.

3:3 - Thiem schafft das Rebreak. Auch sein Gegner leistet sich einige unerzwungene Fehler.

2:3 - Federer erarbeitet sich zwei Breakbälle und nützt gleich den ersten. Sein Gegenüber leistet sich mit der Rückhand einen unerzwungenen Fehler.

2:2 - Diesmal bringt der Schweizer sein Aufschlagspiel ohne Punktverlust durch.

2:1 - Federer macht zwei Punkte, doch Thiem bleibt zum Matchauftakt souverän.

1:1 - Erste Break-Möglichkeit für Thiem. Federer wehrt sie mit einem Ass ab, lässt gleich ein weiteres folgen, sowie einen Service-Winner.

1:0 - Thiem gewinnt sein erstes Aufschlagsspie zu Null.

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