Hoch im Kurs: Die Europameisterinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar steuern Richtung Olympia.

© fremd/ÖSV/Maximilian Kiefhaber

Weltmeisterschaft
09/12/2014

Stürmische See auf dem Weg nach Rio

Den österreichischen Seglern bietet sich in Santander die erste Chance auf das Olympia-Ticket.

von Christoph Geiler

Die Augen mögen vielleicht auf Santander gerichtet sein, aber mit dem Kopf sind die österreichischen Segler längst schon in Rio de Janeiro. 24 Monate vor den Sommerspielen in Brasilien ist Olympia allgegenwärtig. Auch vor der Küste von Santander, wo ab heute um WM-Medaillen gesegelt wird.

Doch das Edelmetall ist dieser Tage nicht das einzige und größte Objekt der Begierde: Die raren Olympiatickets stehen bei den Seglern noch weit höher im Kurs. Und angesichts des regen Interesses an einer Olympia-Teilnahme behaupten einige Experten bereits, dass es leichter sein werde, in zwei Jahren in Rio eine Medaille zu gewinnen, als überhaupt dorthin zu gelangen.

Tatsächlich wartet auf die Segler auf dem Weg nach Rio eine stürmische See. Bei den Damen sind 2016 gerade einmal 20 Boote pro Klasse startberechtigt, bei den Herren sind es immerhin 26 in jeder Bootsklasse.

Ein Fall für vier

Und weil in Santander bereits die Hälfte aller Olympia-Tickets vergeben wird, will sich auch niemand die erste und größte Qualifikationschance entgehen lassen. 1250 Segler aus 84 Nationen stechen bei der WM in Spanien in See, mit an Bord sind auch sieben österreichische Boote, von denen einige durchaus in der Lage sind, die nötigen Spitzenplätze (Top Ten,Top 15) zu erreichen und schon jetzt Kurs Richtung Rio zu nehmen.

"Wir haben in vier Klassen seriöse Chancen, die Olympia-Nationenquote im ersten Anlauf zu schaffen", erklärt Georg Fundak, der Sportdirektor des österreichischen Segelverbandes. "Ich wäre schon zufrieden, wenn wir in Santander in drei Klassen die Quote schaffen."

Die größten Hoffnungsträger sind dabei Lara Vadlau und Jolanta Ogar, die sich in der 470er-Klasse seit Monaten auf Erfolgskurs befinden. Erst im Juli waren die beiden zu EM-Gold gesegelt, die Generalprobe im Olympia-Revier von Rio hat das Duo auf Platz drei beendet. In Santander steuern die Damen nicht auf eine WM-Medaille zu. "Die Nationenqualifikation steht für uns absolut im Vordergrund", erklärt Lara Vadlau.

Und bei Nico Delle Karth und Niko Resch zeichnen sich derweil überhaupt fast schon olympische Augenringe ab. Die erfolgreichen 49er-Segler haben Rio de Janeiro bereits seit zwei Jahren im Kopf: Seit ihrem vierten Platz bei den vergangenen Sommerspielen im Jahr 2012 in London.

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