Spitzauers erster Weltcupsieg mit neuem Vorschoter

Die 470er-Seglerinnen Lara Vadlau/Eva Maria Schimak rangieren vor Palma de Mallorca nach vier Wettfahrten an der sechsten Stelle.


Das ist gut für das Selbstvertrauen, denn im Mai geht es noch um einen Olympia-Quotenplatz. Ebenso wie für das neu formierte Starboot-Duo Hans Spitzauer/Gerd Habermüller, das am Dienstag den ersten Weltcup-Wettfahrtsieg der gemeinsamen Karriere landete.

"Gestern wurden noch Änderungen am Setup vorgenommen, die beiden haben heute umgesetzt, was sie sich vorgestellt haben, auch die Starts haben besser geklappt", erzählte Starboot-Coach Alfred Pelinka. Der Wind war ein wenig stärker als am ersten Wettfahrttag. Auch das kommt den beiden Kielboot-Spezialisten entgegen, die nach vier Rennen Gesamtelfte sind und Anfang Mai bei den Welttitelkämpfen vor Hyeres das Ticket für Weymouth 2012 lösen wollen, während Vadlau/Schimak vor Barcelona im Einsatz sein werden.

Vadlau/Schimak kamen auf die Ränge sieben und elf und haben 40 Zähler auf dem Konto. In Führung sind die Britinnen Sophie Weguelin/Sophie Ainsworth (24). "Das war ein bisschen weniger Risiko, dem Herz unseres Trainers zuliebe", sagte die 18-jährige Vadlau, die sich an die Anweisungen von Toni Ripoll hielt, der für diese Woche vornehme Zurückhaltung, was das Risiko anbelangt, angesagt hatte. Normalerweise geht Vadlau aufs Ganze, das geht dann entweder gut oder schief. "Mich ärgert es halt trotzdem ein bisschen, denn das ist nicht das gewesen, was maximal möglich war."

Natürlich sei sie zufrieden, merkte aber an: "Ich wollte halt bei Leichtwind einen Polster schaffen, dass wir was haben, wenn der Wind stärker wird." Bei mehr Wind fehlt es dem jungen Team, das erst vor einem Jahr im 470er zusammenfand, noch an Konstanz. Die männlichen Klassenkollegen Matthias Schmid/Florian Reichstädter, die nach erfolgreicher Qualifikation bereits für Olympia planen können, liegen nach den Tagesrängen 16 und 18 auf dem für sie enttäuschenden 31. Platz. David Bargehr/Lukas Mähr segelten hingegen unbeschwert los und verbesserten sich mit 8 und 2 auf Rang 15.

"Sicher sind das nicht ganz unsere Windbedingungen, und wir testen hier auch noch und wollen im August in Hochform sein. Aber trotzdem wollen wir ein gutes Resultat, aber in jeder Wettfahrt ist was", meinte Steuermann Schmid ein wenig zerknirscht. Nach einer Aufholjagd im zweiten Tagesrennen wegen Tonnenberührung und einer Jury-Verwarnung musste er wegen unerlaubten Vortriebs (Pumpens) gleich drei Straf-Ringerln drehen. "Palma ist nicht unser Revier, da waren wir noch nie wirklich gut. Wir tun uns schwer, hier den Wind zu lesen."

Lasersegler Andreas Geritzer verpatzte die erste Wettfahrt (20.), wurde in der zweiten Fünfter und ist Gesamtzwölfter, der Burgenländer müht sich ein bisschen mit einem leicht verbogenen Mast und einem etwas zu flachem Segel ab: "Ich komme nicht auf die gewohnte Geschwindigkeit und kann den anderen meinen Willen nicht so aufzwingen. Und ich bin bei so schwierigen taktischen Verhältnissen ein bisserl zu engstirnig und hatte einen feldtaktischen Fehler in der ersten Wettfahrt. Die zweite war in Ordnung", sagte Geritzer.

Das 49er-Duo Thomas Zajac/Thomas Czajka fiel mit den Rängen 10, 13 und 24 auf Position 15 zurück, im Finn erwischte Florian Raudaschl keinen guten Tag und rutschte auf 24 ab.

(KURIER) Erstellt am
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