Spielmacher hinter der Outlinie

Hinter jedem Spieler steht auch ein Weltklasse-Coach.
Foto: rts

Ohne Trainer läuft beim Beachvolleyball gar nichts mehr. Österreichs Profis können auf kompetente Hilfe von Außen vertrauen.

Je höher die Temperatur, desto gefährlicher wird es für die Männer mit ihren kleinen Videokameras. Die Beachvolleyball-Trainer, die meist in der ersten Reihe sitzen und die Spiele ihrer Schützlinge oder jene künftiger Gegner aufnehmen, haben wenig Freude mit den leicht bekleideten Damen, die das Publikum in Klagenfurt mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen abkühlen. "Aber es ist zum Glück noch nichts passiert", sagt Martin Olejnak, der Coach, der aus Doris und Stefanie Schwaiger Weltklassespielerinnen geformt hat.

Der Slowake ist einer der aufstrebenden Trainer auf der World Tour. Denn neben den Schwaigers, 2008 bereits Olympia-Fünfte, trainiert er seit Beginn der Saison auch die Polen Fijalek/Prudel. "Sie haben das Potenzial für eine Olympia-Medaille", sagt der 41-jährige Olejnak.

Auf seinem Computer hat er rund 500 Spiele der letzten fünf Jahre gespeichert, mit denen er seine Spielerinnen auf den nächsten Gegner einstellen kann. "Was du siehst, merkst du dir leichter als das, was du hörst, ist mein Motto", sagt der ehemalige Hallen-Coach von hotVolleys und SVS.

Die Anforderungen sind so hoch geworden, dass er bei jedem Training und jedem Turnier der Schwaigers dabei ist, seit sieben Jahren.

Großes Lob

Gelernt hat Olejnak auch vom Trainerstar schlechthin: Ex-Weltklasse-Volleyballer Marco Solustri ist seit zehn Jahren Betreuer eines österreichischen Teams. Derzeit kümmert er sich um Clemens Doppler und Matthias Mellitzer. "Bei Olympia 2008 in Peking hat er mir gesagt, dass ich gute Arbeit mache, weil die Schwaigers auf einem Top-Niveau spielen", erinnert sich Olejnak.

Überraschend Stress hat in Klagenfurt auch Ex-Spieler Harald Dobeiner bekommen: Nachdem sein Hauptteam Horst/Müllner in der Vorrunde ausgeschieden ist, sorgten die Underdogs Huber/Seidl für unerwartete Überstunden ihres Trainers.

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(KURIER) Erstellt am
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