SIEG beim Comeback!

X-Sport-Siegerstaffel

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X-Sport Rekord-Siegerstaffel : Löffler, Swoboda, Hammer

Die Woche hätte nicht schlechter beginnen können: Fieber.
Sollte tatsächlich meine Vorfreude auf meine erste Wettkampfbeteilung nach der langen Verletzungspause meinen Körper zum Glühen bringen? Das geplante Abschlusstraining und mehrere Einheiten meines speziellen Rückentrainings mussten jedenfalls ausfallen.

Nachdem ich in den letzten Monaten auf die harte Tour lernen musste, dass man manchmal einfach Geduld haben muss, bewahrheitete sich auch diesmal, dass weniger oft mehr ist. Am Freitag habe ich mich endlich wohl genug gefühlt, um mich noch ein wenig einzufahren. Gemeinsam mit Andreas Wagner habe ich auf der Donauinsel 90 Minuten in Zeitfahrposition trainiert sowie einige Minutenintervalle absolviert. Die frohe Botschaft war, dass die Beine gut sind. Nur leider war mein Rücken mit der ungewohnten Körperhaltung auf der Zeitfahrmaschine nicht glücklich.

Trotzdem galt es nun alle Zweifel auszuschalten und sich voll auf den Start in Podersdorf zu konzentrieren, denn immerhin wollte ich gemeinsam mit
Christoph Löffler und Gernot Hammer
als X-Sport Staffel den österreichischen Rekord auf der Langdistanz unterbieten. Für den Rücken gab es deshalb ein Wärmepflaster und auch die schlechte Wetterprognose wurde mit einem Lächeln quittiert, denn schließlich kann man das Wetter ohnehin nicht beeinflussen.

Samstag frühmorgens war das Wetter schließlich wesentlich besser als befürchtet. Christoph Löffler ist im beinahe ruhigen Wasser hervorragend geschwommen und konnte mir nach nur 47 Minuten den Chip übergeben. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir gut 10 Minuten unter unserer Marschroute zum neuen Staffelrekord, weshalb ich trotz der nassen Straße sehr zuversichtlich den Radsplit in Angriff genommen habe.
90 km sowie 2 h 08 Min später lagen wir bereits 12 Minuten unter dem bestehenden Rekord, als ich die letzten beiden der insgesamt 4 Radrunden in Angriff genommen habe. Dann jedoch drehte der Wind und wurde stärker und stärker. Ich musste kämpfen wie ein Löwe.

Nach circa 130 km ging mir aufgrund der widrigen Umstände langsam die Kraft aus, doch in dem Wissen, dass wir eine reale Chance haben den Rekord zu brechen, war Aufgeben keine Option. Hatte ich ursprünglich geplant, dass ich ab 4 Stunden voll fahre, damit ich mit einem Zeitpolster übergeben kann, bin ich die letzten 20-30 Minuten nur noch ums Überleben gefahren. Ich musste wirklich leiden, schaffte es aber schließlich nach 4:27 in die Wechselzone. Mit schmerzverzehrtem Gesicht bin ich vom Rad gestiegen und "watschelte" durch die Wechselzone, da ich mich kaum aufrichten konnte. um mit unserem Spitzenläufer und Abschlussmann abzuklatschen.
Gernot Hammer lies im abschließenden Marathon nie einen Zweifel daran aufkommen, dass wir
a) den Staffelbewerb gewinnen und
b) den Rekord brechen.
Es war eine Freude zu sehen, wie er in jeder der 4 Runden im Jubel der Zuschauer zur Wende kam und schließlich nach 7:50 Gesamtzeit ins Ziel gelaufen ist, womit wir 5 Minuten unter dem alten österreichischen Rekord geblieben sind.

Ich danke Christopf und Gernot vom ganzen Herzen. Es hat viel Freude gemacht, mit diesen beiden tollen Sportlern ein Team zu bilden und außerdem haben sie es mir ermöglicht nach einer langen verletzungsbedingten Pause gleich beim ersten Start mit einem Sieg ins Wettkampfgeschehen zurückzukehren.

Mein Dank gilt aber allen Personen, die mir in den letzten Monaten geholfen, beigestanden und mich unterstützt haben. Beispielshaft sei hier Gundi Wech, meine Physiotherapeutin, erwähnt. In den letzten 10 Wochen hat sie unglaubliche Arbeit geleistet. Immer wieder hat sie gesagt: "Wir schaffen das schon!" Ohne sie wäre ich sicher nicht so schnell fit geworden und ihre Art positive Energie zu geben, hat mich auch gestern am Farhrad im Kampf gegen die Uhr und den Wind beflügelt. 90 km waren top, danach habe ich gekämpft wie ein Löwe. Kaum zu glauben, dass ich am 30. Juni zum ersten Mal nach 4 Monaten und 2 Operationen am Rad gesessen bin und gerade einmal 150 Watt bei 150 Puls 60 Minuten lang fahren konnte.

Großer Dank selbstverständlich auch an das Austria Triathlon Team, das aufgrund der großartigen Organisation und trotz schlechten Wetters wieder einen familären und tollen Wettkampf veranstaltet haben.

Und eines ist sicher: Nächstes Jahr wird der EINZELREKORD in Angriff genommen!

Gratulation auch an den verdienten Staatsmeister Fuchs Andreas.

(kurier) Erstellt am
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