Sport
02.01.2018

Sieg am Neujahrstag: Thiem großteils zufrieden

Thiem gewann 92 Prozent seiner mit erstem Aufschlag eröffneten Punkte. Am Mittwoch wartet Bedene (2. Partie nach 13.30 Uhr MEZ, Eurosport 2)

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem ist mit der Leistung in seinem ersten Match 2018 zufrieden gewesen. Beim 7:6(3),6:3-Sieg am Neujahrstag gegen den Russen Jewegenj Donskoj durfte sich der Weltranglisten-Fünfte in Doha auf sein Service verlassen, er gewann 92 Prozent seiner mit erstem Aufschlag eröffneten Punkte. Seinen 27-jährigen Gegner hielt er so in Schach, wenn in Satz eins auch nur knapp.

"Es war ein sehr guter Sieg, da es gegen einen starken Gegner ging und ich auch länger nicht solche Matches gespielt hatte", erklärte Thiem nach dem Spiel. Der Niederösterreicher hatte zwar in der vergangenen Woche gegen den Südafrikaner Kevin Anderson und den Spanier Pablo Carreno Busta mit Niederlage und Sieg bilanziert, das aber "nur" im Rahmen eines Einladungsturniers in Abu Dhabi. "Letztlich bin ich mit den meisten Bereichen meines Spiels zufrieden", ergänzte Thiem nun.

Nächsater Gegner ist am Mittwoch Aljaz Bedene (2. Partie nach 13.30 Uhr, MEZ). Der hatte erst im Mitte Dezember seine Rückkehr vom britischen zum slowenischen Verband bekanntgegeben, spielt nun das erste Turnier nach der Rückkehr in seinen Heimatverband.

Topgesetzt in Doha

Thiems bisher bestes Abschneiden in der ersten Woche des Jahres war 2016 der Vorstoß ins Halbfinale von Brisbane. Im Vorjahr war dort im Viertelfinale Endstation. In Doha ist er nun topgesetzt. Ausgeschieden ist mit Pablo Carreno Busta die Nummer zwei des Turniers. Der Spanier unterlag Borna Coric aus Kroatien in drei Sätzen. Auch die Nummer drei ist nicht mehr dabei. Der Tscheche Tomasz Berdych unterlag dem Deutschen Jan-Lennard Struff.

In der Pressekonferenz nach dem Sieg im ersten Duell mit Donskoj wurde Thiem gefragt, ob er sich heuer den noch fehlenden Schritt in ein Grand-Slam-Finale zutraue. "Ich hoffe, aber da gibt es viele Fragen", lautete die Antwort. "Weil wenn du ein Grand-Slam-Halbfinale gegen Rafa (Nadal, Anm.) spielst, dann kannst du spielen, wie und was du willst, du wirst nicht gewinnen. Also ist da immer auch Glück dabei. Aber ich arbeite hart daran, das vielleicht diese Saison zu erreichen."

Lob hatte der rot-weiß-rote Hoffnungsträger für Galo Blanco, der 41-jährige Spanier coacht Thiem dieser Tage. "Es ist gut, mit ihm zu arbeiten. Er ist ein sehr guter Coach, war ein sehr guter Spieler", sagte Thiem über den früheren Weltranglisten-40. "Ich denke, er kann mir viel helfen. Er weiß, wie es sich auf dem Platz anfühlt, er hatte selbst harte Matches auf der ATP-Tour. Also glaube ich, dass das ein guter Schritt ist." Thiems Headcoach Günter Bresnik reist nächste Woche nach Melbourne nach.

Sieg und Niederlage für Haider-Maurer

Der Niederösterreicher Andreas Haider-Maurer konnte seinem Landsmann Dominic Thiem am Dienstag nicht in das Achtelfinale des ATP-Tennisturniers von Doha folgen. Der 30-Jährige unterlag dem Bosnier Mirza Basic in 68 Minuten 4:6,3:6. Es war das erste Match von „ AHM“ seit seiner Niederlage gegen den Italiener Thomas Fabbiano am vorletzten Oktober-Wochenende zum Quali-Auftakt des Wiener Erste Bank Open.

Haider-Maurer war nach langer Verletzungspause im Juni wieder ins Turniergeschehen eingestiegen und ist aktuell auf Weltranglistenplatz 451 zu finden. In Doha nutzte er für den Hauptfeld-Platz sein „Protected Ranking“ von Position 63. Seine noch acht verbleibendenden „PR“-Optionen möchte er bis zu den French Open einsetzen, wie Haider-Maurer im Interview mit www.tennisnet.com sagte. Die Saisonvorbereitung absolvierte er im Olympiazentrum Innsbruck sowie in Oberhaching.
Von seiner langwierigen Sehnenverletzung an der Fußsohle spüre er nichts mehr.

Dafür besiegte der Waldviertler an der Seite des Georgiers Nikolos Basilaschwili den Wiener Alex Peya mit dessen kroatischen Partner Nikola Metkic. Ein weiteres rot-weiß-rotes Duell gab es noch in Doha: Oliver Marach schlug mit Standardpartner Mate Pavic (CRO) den Vorarlberger Philipp Oswald, der in Katar an der Seite des 45-jährigen Kanadiers Daniel Nestor aufschlug.