Sport
11.07.2017

Lisa Zaiser muss erneut auf die WM verzichten

Eine Computertomographie ergab bei der 22-Jährigen einen Ermüdungsbruch des Querfortsatzes am dritten Lendenwirbel.

Die Kärntnerin Lisa Zaiser muss für die Schwimm-WM Ende Juli in Budapest passen. Nachdem sie im vergangenen Dezember bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Windsor in Kanada wegen einer Angina nicht dabei gewesen war, hindert sie nun auf der Langbahn ein Ermüdungsbruch des Querfortsatzes am dritten Lendenwirbel an der Teilnahme. Damit umfasst die OSV-Equipe nur noch neun Athleten.

"Wir vermuten, dass die Verletzung während des WM-Test-Events in Budapest bei einem Rückenstart passiert ist", vermutete Zaisers Trainer Marco Wolf im APA-Gespräch, dass die dabei ausgeführte ruckartige Bewegung dazu geführt hatte. Diagnostiziert wurde die Blessur bei einer Computertomografie, nachdem im Juni vorerst "nur" ein Knochenmarksödem festgestellt worden war.

"Ich hatte in den vergangenen Wochen permanent große Schmerzen beim Schwimmen und sogar beim Gehen und ich bin froh, dass man die Ursachen jetzt endlich gefunden hat", erklärte die 22-Jährige. "Ich hatte mich sehr gut auf die WM vorbereitet und war sehr zufrieden. Die Zeiten waren ansprechend, das Gefühl gut." Auch Wolf hatte sich gute WM-Leistungen erwartet: "Es hat im Training echt gut ausgesehen."

Die Regeneration kann nun aber nur ohne Belastungen der verletzten Stelle erfolgen. Zaiser: "Dazu muss ich mir Zeit nehmen." Die EM-Dritte über 200 m Lagen hat vom Verband aber positive Signale, dass sie bei den Weltcups Ende September in Doha und Dubai noch zwei Qualifikationschancen bekommt. "Ich hoffe, dass ich bis dahin alles im Griff habe und wieder schmerzfrei schwimmen kann."

Nur vier Schwimmer blieben übrig

Bei den Konkurrenzen im Becken-Schwimmen (28. Juli bis 6. August) ist Österreich nun nur mit dem Quartett Caroline Pilhatsch, Felix Auböck, Patrick Staber und Christopher Rothbauer vertreten. Schon diesen Freitag sind die Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini-Marina (Duett) sowie Vasiliki Alexandri (Solo), Wasserspringer Constantin Blaha und Freiwasser-Schwimmer David Brandl im Einsatz.