Der letzte Sieger: Moreno Moser (li.) übersprintete David Tanner.

© KURIER/Stefan Sigwarth

Ö-Tour
07/13/2015

Schlussstrich nach neun Tagen

Bilanz: Eine Ö-Tour der Superlative im Rückspiegel.

Aus, Schluss, vorbei: Die 67. Österreich-Rundfahrt ist nun auch schon wieder Geschichte. 1471 Kilometer und neun Tage im Rückspiegel:

Zuschauer: Einmal mehr hat sich die Tour d’Autriche als Fanmagnet erwiesen. Enorm war der Andrang in Bregenz, gewaltig die Naturtribüne am Kitzbüheler Horn, auf der Tausende Etappensieger Victor de la Parte bejubelten. Der österreichische Radsport, immer wieder einmal totgesagt, er lebt und erfreut sich guter Gesundheit.

Heimische Teams: Vorarlberg stellt den Gesamtsieger (Victor de la Parte), Amplatz-BMC den besten Sprinter (Jan Tratnik), Felbermayr-Simplon Wels zeigte in der Mannschaftswertung auf und bejubelte mit Felix Großschartner das Bergtrikot – und Lukas Pöstlberger bescherte den Tirolern einen Heimsieg in Innsbruck. Der Verzicht auf die Qualifikation für die sechs heimischen (drittklassigen) Continental-Teams seitens der Veranstalter hat sich als gut erwiesen, denn die Österreicher wussten ihre Bühne zu nutzen.

Strecke: Es muss nicht immer Wien das Ende einer Ö-Tour bedeuten. Der Platz vor der Bregenzer Seebühne ist riesengroß, und wenn dazu noch ein Radsport-Fest wie am Sonntag aufgezogen wird, etwa mit Kunstrad-Vorführungen, ist das mindestens so attraktiv wie ein Massensprint vor dem Wiener Burgtheater.

Internet-TV: Mangels Live-Übertragung im "normalen" Fernsehen produzierten die Verantwortlichen der Ö-Tour heuer erstmals selbst die Bilder und sendeten via Internet. Zwar machten Funklöcher durchgehendes Verfolgen des Geschehens unmöglich, dennoch boten die Moderatoren Martin Böckle und Stefan Steinacher interessante Einblicke. Trotzdem: Es bleibt zu hoffen, dass im kommenden Jahr die Zusammenarbeit mit Eurosport endlich zustande kommt, nachdem in den letzten beiden Jahren ein paar Zehntausend Euro ein nicht zu überwindendes Hindernis dargestellt haben. Das würde definitiv auch mehr Einnahmen und mehr Möglichkeiten für die Rundfahrt 2016 bedeuten.

Ergebnischaos: Die sechs Trainees, die die Kommissäre des Radsport-Weltverbandes UCI begleitet haben, sorgten für Turbulenzen nach Zielschluss – Tiefpunkt war die Siegerehrung am Ende der ersten Etappe, als in Scheibbs der falsche Mann ins Gelbe Trikot gesteckt wurde.

Wetter: Man könnte den Wetterbericht nach dem Termin der Österreich-Rundfahrt schreiben – wann auch immer diese stattfindet, gibt es jedes Mal gewaltige Hitze. Dieses Jahr übertrieb es das Sommerwetter: Beim Hagelunwetter in Villach ging Material im Wert von Hunderttausenden Euro zu Bruch. Wenigstens brachten die letzten vier Tage noch erträgliches Sommerwetter.

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