Sport
30.08.2017

Rugby: Die Gentlemen mit dem Mundschutz

Am 1. September beginnt in der englischen Premiership die Rugby-Saison. Doch wie funktioniert das Spiel und was macht es aus? Ein Überblick.

Das Auftaktspiel ist nicht das erste. Was sich seltsam und paradox anhören mag, ist für Fans des englischen Rugbys Normalität, wenn nicht gar Tradition. Der " London Double Header", wobei "Header" "an der Spitze stehend" oder "anführend" bedeutet - der Saisonauftakt also - findet einen Tag nach der ersten Partie der neuen Spielzeit statt. Vor dem am 2. September ausgetragenen Ereignis wird am 1. September in Gloucester und in Newcastle die Saison eröffnet - einen Tag vor dem großen Auftakt in London.

Für Nicht-Rugby-Fans mutet dieser Umstand in etwa so seltsam an, als hätte vor der bombastischen Eröffnung der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, als die Gastgeber das Turnier vor über 60.000 Fans einleiteten, ein Auftaktspiel zwischen Südkorea und Algerien stattgefunden.

Im Falle des "London Double Headers" haben solche Umstände jedoch fast schon Tradition: Die beiden Matches, die seit 2004 im 80.000 Zuschauer fassenden Twickenham Stadium ausgetragen werden, sind seit vier Jahren nicht die ersten Partien der Premiership-Saison. Die Premiership stellt hierbei die höchste englische Spielklasse dar. In dieser spielen zwölf Teams um den Meistertitel, die Mannschaften treten dabei jeweils zweimal gegeneinander an - einmal zuhause, einmal auswärts. Die ersten vier Teams der Tabelle erhalten Plätze im Meisterschafts-Playoff, das aus zwei Halbfinals und einem Finale besteht.

Sarazenen und Harlekine

Stellt das Playoff-Finale den Höhepunkt der Saison dar, markiert der "London Double Header" den Beginn dieser. Zusammen sind die beiden die beliebtesten Ereignisse im englischen Rugby-Kalender. In diesem Jahr treffen im ersten Spiel des "Double Headers" die Nordlondoner Saracens auf die Northampton Saints (15:00 / live auf DAZN). Die Saracens belegten in der vergangenen Saison den dritten Platz der Premiership und scheiterten im Halbfinale der Meisterschafts-Playoffs an den Exeter Chiefs. Die Saints beendeten die Spielzeit 2016/17 auf Rang 7.

Im zweiten Spiel treffen die aus dem im Westen Londons stammenden Harlequins, die in der letzten Saison den sechsten Platz belegten, auf den Aufsteiger London Irish (17:45). Letztere tragen ihre Spiele - trotz des Namens - im westlich der Hauptstadt liegenden Reading aus. Dass die Gastgeber stets aus London stammen, hat in der Premiership ebenfalls Tradition.

Keine Spezialisten

Rugby ist ein dynamisches, physisches, auf Einsatz und Teamplay basierendes Spiel. Dass der Sport nur plumpes, brutales und chaotisches Geholze beinhaltet, ist eine Legende: Taktik ist ein wesentlicher Teil des Rugbys, als Spieler gefragt sind sowohl bulligere als auch kleine, wendige Akteure. Die Sportler müssen unter anderem sowohl das Passspiel, das Laufen und das Tacklen beherrschen als auch Fähigkeiten wie taktisches Verständnis und Übersicht besitzen. Spezialisten wie die Kicker und Punter des American Football gibt es im Rugby nicht.

Dass das Rugby ein hartes Spiel ist, ist jedoch nicht zu verleugnen: Inwiefern bei Tackles erlittene Gehirnerschütterungen zu bleibenden Schäden führen können, ist im Rugby wie im American Football ein brisantes Thema. Um Verletzungen an Zähnen und Kiefer zu vermeiden, tragen die Spieler Mundschutze, auch Helme kommen zum Einsatz.

Ursprung im Internat

Seine Wurzeln hat das Rugby in England: Glaubt man dem Gründungsmythos des Sports, ist der Schüler William Webb Ellis der Urheber des Rugbys: Im Jahr 1823 nahm William Webb Ellis, ein Schüler der Rugby School der gleichnamigen englischen Stadt, den Ball während eines Fußballspiels in die Hand und begann mit dem Spielgerät zu laufen. 1845 erstellten Schüler des Internats das erste Regelwerk des Spiels, im Jahr 1871 wurde die Rugby Football Union (RFU) - der englische Verband des Sports - gegründet.

Im Jahr 1895 unterlief der Sport einer einschneidenden Veränderung: Die Spieler der Industriezentren im Norden des Landes verlangten, für die aufgrund ihrer Sportlertätigkeit versäumte Arbeitszeit bezahlt zu werden. Die RFU bestand jedoch darauf, den Amateurstatus der Spieler festzuhalten. 21 Klubs traten darauf aus der RFU aus und gründeten die Northern Rugby Football Union, die heute den Namen Rugby Football League trägt.

Schnelles League, taktisches Union

Um die Ticketverkäufe anzukurbeln und somit das Einkommen der Spieler zu sichern, entschied man sich, den Sport für die Zuschauer attraktiver zu gestalten: Die Spielerzahl wurde von 15 auf 13 reduziert und mehrere Regeländerungen vorgenommen, die die neue Spielart des Rugby - genannt Rugby League - schneller als das herkömmliche Rugby Union machten. Dieses gilt als taktischer als Rugby League. Die Nord-Süd-Trennung der beiden Varianten ist heute noch zu erkennen: Bis auf einen Verein stammen sämtliche Klubs der Super League, der höchsten englischen Rugby-League-Spielklasse, aus dem Norden, in der Premiership stammen mit Ausnahme zweier Teams alle Vereine aus dem Süden des Landes.

Rugby Union ist heute die populärere der beiden Spielarten, Rugby League ist vor allem im Norden Englands und in Australien beliebt. Ist nur von "Rugby" die Rede, ist meist erstere Variante gemeint. Rugby Union ist vor allem auf den britischen Inseln, in Frankreich, Südafrika, Neuseeland und in pazifischen Inselstaaten wie Fidschi, Tonga und Samoa beliebt. Auch in Argentinien, Italien und Japan kann der Sport größere Zuschauermengen anziehen, besonders die Spiele der jeweiligen Nationalmannschaften sind gut besucht.

Die zuschauerstärkste Rugby-Union-Liga der nördlichen Hemisphäre stellt die englische Premiership dar. Durchschnittlich zählt diese rund 14.000 Zuschauer pro Spiel - zum Vergleich: In der ersten italienischen Fußball-Liga, der Serie A, wurden in der Herbstsaison 2016/'17 rund 22.000 pro Partie gezählt, in der österreichischen Fußball-Bundesliga 7000. Das Play-off-Finale der Premiership besuchten 2017 rund 80.000 Fans. In dem am 27. Mai im Twickenham Stadium ausgetragenen Spiel, das das Ende der Saison 2016/'17 markierte, setzten sich die Exeter Chiefs gegen die Wasps aus Coventry mit 23:20 durch und krönten sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zum englischen Meister.

Ein weiterer Beweis für die Beliebtheit des Rugby Union auf den britischen Inseln: Das Finale der Herren-Weltmeisterschaft 2015, das rund 80.000 Zuschauer ins Twickenham Stadium zog. Steigender Beliebtheit erfreut sich auch die Weltmeisterschaft der Frauen, die letzte Auflage dieser fand im August in Irland statt. Im Finale am 26. August sicherte sich Neuseeland mit einem 41:32-Sieg gegen England den Titel.

Zuschauerzahlen wie jene der Herren- und Frauen-WM kann das österreichische Rugby natürlich nicht erreichen. In der vom österreichischen Rugby-Verband ausgerichteten ARC Premiership kämpfen jedes Jahr sieben Amateurteams aus Österreich und Slowenien um den Titel. Das österreichische Rugby-Union-Nationalteam spielt derzeit in der viertklassigen Conference 2 South, die nächste Partie der "Steinböcke" gegen Serbien findet am 21. Oktober in Wien statt.

Positives Image

Um ein durch exorbitante Ablösesummen, theatralische Sterbeszenen und Millionengehälter ausgelöstes Imageproblem - wie jenes, das den Fußball plagt - muss sich das Rugby keine Sorgen machen. Das Argument, dass Rugby durch seine Pflege von Fairness, Sportsgeist und Respekt gegenüber Mitspielern und Schiedsrichter dem Fußball überlegen sei, ist seit Jahren beliebt. Teamwork statt Egozentrik - das sei die Essenz des "Rugger". Besonders ein Sprichwort fällt in diesem Zusammenhang immer wieder: "Fußball ist ein Spiel für Gentlemen, das von Raufbolden gespielt wird; Rugby ist ein Spiel für Raufbolde, das von Gentlemen gespielt wird."

Im Rugby den perfekten Vertreter der hohen Ideale des Sports zu sehen, wäre jedoch ein Fehler: Besonders die Professionalisierung des Rugbys, die 1995 beschlossen wurde, wird zum Teil als Entwicklung mit zweifelhaften Folgen gesehen. Durch den Verlust des Amateurstatus begannen große Geldsummen in den Sport zu fließen, die laut Kritikern einen Werteverfall zur Folge hatten.

So verlautbarte Rob Andrew, ehemals eine der leitenden Figuren des englischen Verbands RFU, einst, dass besonders die Motivation der Spieler hinterfragt werden müsse: Als Amateure wären die Sportler nur aus Liebe zum Rugby am Feld gestanden, nach der Professionalisierung könne man sich dem weniger sicher sein. Auch wenn viel Geld auf dem Spiel stehe: Die grundlegenden sportlichen Ideale dürfen nicht vergessen werden, so Andrew.

Der Harlekin mit der Blutkapsel

Eines der am häufigsten angeführten Beispiele für den angeblichen Werteverfall: Der sogenannte Bloodgate-Skandal. Im Viertelfinale des Champions Cup (das Rugby-Äquivalent der Champions League im Fußball) trafen im Jahr 2009 der Londoner Klub Harlequins auf die irische Mannschaft Leinster. Nick Evans, der beste Kicker des Teams, musste in der zweiten Hälfte des Spiels aufgrund einer Verletzung ausgewechselt werden.

Als sich mit Tom Williams ein weiterer Spieler der "Quins" verletzte, durfte der wieder einsatzbereite Evans laut Spielregeln für ihn eingewechselt werden. Später wurde bekannt, das Williams auf eine mit falschem Blut gefüllte Kapsel gebissen hatte, um den Tausch zu ermöglichen: Hätte keine Verletzung vorgelegen, hätte Evans das Spielfeld nicht betreten dürfen. Die Aufdeckung der Geschehnisse sorgte für Furore in der Rugbywelt und wurde zum Paradebeispiel für die mutmaßliche Mentalitätsänderung.

Abnehmender Respekt

Dass das Rugby im Gegensatz zum Fußball mit dem hohen Maß an Respekt, den die Spieler den Schiedsrichtern vermeintlich entgegenbringen, aufwarten kann, ist laut einer Studie der Universität Portsmouth nicht haltbar: 70 von 106 englischen Schiedsrichtern gaben an, bereits von Spielern, Trainern oder Zuschauern beleidigt worden zu sein, 86 Prozent der Unparteiischen waren sich sicher, dass Sportlichkeit und Respekt gegenüber den Offiziellen am Abnehmen wären.

Im Jahr 2014 gab der homosexuelle Unparteiische Nigel Owens zu, dass er aufgrund von homophoben Beschimpfungen in den Stadien ein Karriereende erwägt hatte. Im selben Jahr wurden zwei Fans, die Owens aufgrund seiner sexuellen Orientierung beleidigt hatten, mit Stadionverboten bestraft. "Ich denke nicht, dass sich das Rugby moralisch im Recht fühlen kann - es spricht solche Probleme jedoch auf bessere Art und Weise an, als es viele andere Sportarten tun", sagte Owen, der als einer der fähigsten Schiedsrichter des Sports gilt.

Zwei andere, im Fußball oft für Schlagzeilen sorgende Themen spielen im Rugby allerdings kaum eine Rolle: Fangewalt und Hooliganismus kommen nur mit verschwindend geringer Häufigkeit vor.

Ein pazifischer Klassiker

Bei all jenem bleibt jedoch zu sagen: Rugbyfans als respektlose, homophobe Menge zu bezeichnen wäre genauso wenig angemessen, wie Fußballfans mit Hooligans gleichzusetzen. Ebenso wenig wird das Rugby regelmäßig von Skandalen vom Ausmaß eines Bloodgate erschüttert.

Es ist nicht zu verleugnen, dass jeder Sport seine Probleme besitzt. Dass das Rugby trotz seiner größeren und kleineren Schwierigkeiten äußerst sehenswert ist, ist ebenfalls nicht zu bestreiten. Wer noch nicht vollends überzeugt ist, soll sich das bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich ausgetragene Spiel zwischen Fidschi und Wales ansehen. Sieben Minuten vor Spielende erzielte Wales den vermeintlich entscheidenen Try, der sie mit 34:31 Punkten in Führung brachte. In der 77. Minute - drei Minuten vor Schluss - fielen Spieler der beiden Mannschaften kurz vor dem Malfeld der Waliser übereinander, den Ball unter ihnen begrabend. Ob das Spielgerät die Linie des Malfelds überquert und der pazifische Inselstaat den Sieges-Try erzielt hatte, konnte erst eine Schiedsrichterentscheidung zeigen. Der Try zählte, Außenseiter Fidschi warf den klaren Favoriten Wales mit 38:34 aus dem Turnier - und schenkte der Rugby-Welt einen Klassiker.

Die englische Premiership beginnt am 1. September mit den Partien Gloucester - Exeter Chiefs (20:45) und Newcastle Falcons - Worcester Warriors (20:45). Der " London Double Header", in dessen Rahmen die Partien Saracens - Northampton Saints (15:00 / live auf DAZN) und Harlequins - London Irish (17:45) ausgetragen werden, findet am 2. September statt. In der Pro14, die Teams aus Irland, Schottland, Wales, Italien und Südafrika vereint, beginnt die Saison ebenfalls am 1. September. Die australische Rugby-League-Liga NRL steht indes kurz vor ihren letzten Runden, das Meisterschaftsfinale findet am 1. Oktober statt. Der Sport-Streamingdienst DAZN überträgt ausgewählte Spiele der englischen Premiership, der Pro14 sowie der NRL.

Rugby Union: Die Grundlagen des Spiels

Beim Rugby Union treten zwei Mannschaften, jeweils bestehend aus 15 Spielern, zweimal 40 Minuten lang gegeneinander an. Gespielt wird auf einem 114 bis 144 Meter langen und 68 bis 70 Meter breitem Feld. Dabei befindet sich an jedem Ende des Feldes das zehn bis 22 Meter lange Malfeld (in-goal area). In der Mitte dieses Bereiches befindet sich ein H-förmiges Tor.

Der Ball darf mit den Händen getragen und gepasst - dies jedoch nur nach hinten - und mit den Füßen getreten werden. Wird der Ball getreten, darf er nur von jenen Spielern gefangen werden, die zum Zeitpunkt des Tritts hinter dem Ball standen.

Punkte erzielen

Die Teams versuchen im Laufe des Spiels, durch Versuche (Trys), Erhöhungen (Conversions), Straftritte (Penalty Kicks) und Drop Goals Punkte zu erzielen. Ein Try, bei dem der Ball im gegnerischen Malfeld abgelegt wird, wird mit fünf Punkten belohnt. Nach einem Try erhält die punktende Mannschaft die Möglichkeit, durch eine Conversion weitere zwei Punkte zu erhalten. Bei dieser muss der Ball zwischen die beiden senkrechten Latten hindurch und über die Querlatte des H-förmigen Tors getreten werden.

Ein Drop Goal, bei dem der Ball währen dem offenen Spiel fallen gelassen und per Volley zwischen die beiden senkrechten Latten hindurch und über die Querlatte des Tor getreten wird, wird mit drei Punkten belohnt. Ein Penalty Kick wird ausgeführt, wenn ein Regelbruch (z.B. ein Ellbogencheck) vom Schiedsrichter geahndet wird. Bei diesem wird ebenfalls ein Tritt aufs Tor versucht. Bei geringeren Verstößen wird ein Freitritt ausgeführt, mit dem keine Punkte erzielt werden dürfen.

Beim Rugby League erhält ein Team für einen Try vier, für eine Conversion zwei, für ein Penalty Goal ebenfalls zwei und für ein Drop Goal nur einen Punkt.

Das offene Spiel

Während dem offenen Spiel versuchen die Spieler, durch das Tragen, Treten und Passen des Balls dem gegnerischen Malfeld näher zu kommen oder sich in eine gute Position für ein Drop Goal zu bringen. Dabei versucht das gegnerische Team, den ballführenden Spieler zu tacklen, d.h. ihn festzuhalten und so zu Boden zu bringen. Wird der ballführende Spieler zu Boden gebracht, muss er den Ball fallen lassen. Nun können beide Mannschaften das Spielgerät erobern. Als rücksichtslos und zu bestrafend wird ein Tackling eingestuft, bei dem der tacklende Spieler in Kontakt mit dem Kopf des Gegners kommt.

Das Gedränge

Nach einer Unterbrechung (z.B. wenn der Ball unter mehreren Spielern eingeklemmt ist oder ein Pass nach vorne gespielt wird) wird das Spiel mit einem Gedränge (Scrum) fortgesetzt. Dabei klammern sich mehrere Spieler der beiden Teams aneinander und versuchen, den Ball, der auf den Boden in der Mitte zwischen den Spielern der beiden Mannschaften geworfen wird, zu gewinnen. Dabei wird der Ball mit den Füßen weitergegeben.

Die Gasse

Wenn der Ball ins Seitenaus gerät, wird das Spiel mit einer Gasse (line-out) fortgesetzt. Dabei stehen mehrere Spieler der beiden Teams einander gegenüber, der Ball wird von der Seitenauslinie in den Korridor zwischen den beiden Linien geworfen. Nun versuchen die Spieler, den Ball zu fangen - dabei dürfen sie von ihren Mitspielern hochgehoben werden.

Tabellenpunkte

In der englischen Premiership und in der Pro14 werden Tabellenpunkte wie folgt verteilt: Vier Punkte erhält eine Mannschaft für einen Sieg, zwei für ein Unentschieden, keine für einen Niederlage. Einen Punkt erhält eine Mannschaft, die während einer Partie vier oder mehr Trys erzielt. Verliert ein Team mit sieben oder weniger Punkten Rückstand, erhält es trotz der Niederlage einen Punkt.

Die ersten vier Teams der Tabelle erhalten Plätze im Semifinale der Playoffs, in denen um den Ligatitel gespielt wird. Die ersten Sechs treten in der nächsten Saison im Champions Cup an, der Siebentplatzierte erhält einen Platz in der Qualifikation für diesen. Die die Ränge acht bis elf belegenden Teams treten hingegen im Challenge Cup an (dem Rugby-Äquivalent der Europa-League im Fußball). Die zwölftplatzierte Mannschaft steigt in die zweitklassige Championship ab.

In der Pro14 werden die vierzehn Teams in zwei Gruppen zu je sieben Mannschaften eingeteilt, die drei besten Teams jeder "Conference" qualifizieren sich für die Meister-Playoffs.

Andere Spielarten

Beim Rugby League wird der Ball - im Gegensatz zum Rugby Union - nach einem Tackling nicht fallengelassen, der Ballbesitz bleibt bei der angreifenden Mannschaft. Des Weiteren verliert ein angreifendes Team den Ballbesitz, wenn es sechsmal hintereinander getacklet wurde. Diese Regel führt zu einer ausgeglicheneren Verteilung des Ballbesitzes. Eine weitere Spielart des Rugbys, das mit nur sieben Spielern ausgetragene 7er-Rugby, ist seit 2016 eine olympische Sportart.