Österreich verpasst Olympia-Qualifikation
Rang neun bei der EM reicht den österreichischen Dressur-Reiterinnen nicht.
Österreichs Dressur-Reit-Team wird bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wie zuletzt im Mannschaftsbewerb nicht dabei sein. Das Quartett Victoria Max-Theurer, Evelyn Haim-Swarovski, Astrid Neumayer und Alexandra Slanec belegte am Donnerstag bei der EM in Aachen zwar den guten Team-Rang neun, verpasste aber den nötigen sechsten Rang um 1,228 Prozentpunkte.
Für die Olympia-Qualifikation wäre der sechste Platz im Teambewerb vonnöten gewesen. Der Sieg ging an die Niederlande vor Großbritannien und Gastgeber Deutschland, der eigentlich im Reitsport-Mekka Aachen Gold angepeilt hatte. Für den Teambewerb im Zeichen der Fünf Ringe gibt es keine weitere Qualifikationsmöglichkeit mehr.
Für die 29-jährige Max-Theurer auf ihrer Stute und "EM-Debütantin" Blind Date bedeutete der zehnte Platz beim Grand Prix mit 75,2 Prozent aber den lockeren Einzug in den Grand Prix Special der Top 30 am Samstag. "Es war ihr erstes Championat, sie hat super mitgearbeitet, obwohl die drückende Hitze nicht einfach zu verkraften war", freute sich Österreichs 12-fache Staatsmeisterin lächelnd. "Wir haben hier unser Plansoll erfüllt, haben einen guten Grand Prix gezeigt und können jetzt ganz befreit in den Special gehen."
Für Blind Date sei es ein "erster Test für eine mögliche Olympiateilnahme gewesen, den sie mit absoluter Bravour bestanden" habe. Vor der EM hat Österreichs dreifache WM-Sechste noch den Einzug in die Top 30 mit Blind Date als oberstes Ziel ausgegeben. Jetzt scheint für die 29-jährige Oberösterreicherin und ihre Nummer 2 auch das Kür-Finale in greifbare Nähe gerückt zu sein. "Abwarten! Es liegen hier in der Einzelwertung alle so eng beisammen, dass sich im Special wieder viel bei den Platzierungen tun kann", warnt Max-Theurer.