Razzia: Nacht der Schande

Carabinieri bei den Durchsuchungen des österreichischen Quartiers.
Foto: rts

Einer der größten Olympiaskandale nimmt seinen Lauf.

Eine kalte Februarnacht 2006 in Turin. Blaulichter vor den Quartieren der Rot-Weiß-Roten. Die Polizei beschlagnahmt Blutdopinggerätschaften. Beweisstücke fliegen aus dem Fenster. Es bringt alles nichts. Einer der größten Olympiaskandale nimmt seinen Lauf.

Auslöser für die nächtliche Aktion war die Anwesenheit des vom IOC gesperrten Walter Mayer bei den Langläufern und Biathleten. Mayer flieht. In Kärnten kracht er in eine Straßensperre, landet vorübergehend in der Psychiatrie.

Zeitungen wie die New York Times berichten seitenweise über die unterhaltsamen Alpenländer. Vom Skiverband wird Walter Mayer fristlos entlassen. Das IOC verhängt Sanktionen über Österreichs Olympiabewegung, zahlreiche Athleten und Betreuer werden gesperrt. Ein Prozess in Italien (wo 2006 Doping bereits strafrechtlich relevant war), läuft.

(kurier) Erstellt am
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