Der Fall von Femke Van Den Driessche wird in Geschichtsbücher eingehen.

© APA/AFP/Belga/YORICK JANSENS

Radsport
04/26/2016

Sechs Jahre Sperre für Belgierin nach "Motordoping"

Zum ersten Mal ist im Radsport eine Strafe wegen mechanischer Manipulation verhängt worden.

Die Disziplinarkommission des Weltverbandes UCI sperrte die Belgierin Femke van den Driessche wegen technischen Betrugs für sechs Jahre. Dazu wurde die 19 Jahre alte Crossfahrerin, die bei der WM im Januar beim „Motordoping“ erwischt worden war, mit einer Geldstrafe von 20.000 Schweizer Franken belegt. Ihre Titel als Europameisterin und Landesmeisterin im U23-Bereich wurden aberkannt. Das gab der Verband am Dienstag bekannt.

Van den Driessche ist bis zum 10. Oktober 2021 gesperrt, hatte aber bereits vor der Urteilsverkündung ihren Rücktritt erklärt. UCI-Kontrolleure hatten bei der U23-WM in Belgien bei van den Driessche einen Minimotor entdeckt, der von Batterien im Sitzrohr angetrieben wurde und per Bluetooth gestartet werden konnte.

Seit zwei Jahren hat die UCI ihre Suche nach versteckten Mini-Motoren intensiviert - bisher wurde aber nur die Belgierin entdeckt. Viele Insider vermuten eine hohe Dunkelziffer von potenziellen Betrügern. Die Anschaffung eines solchen verbotenen Antriebs kostet rund 7.500 Euro und würde Unterstützer im Servicebereich der Radteams voraussetzen.

UCI-Chef Brian Cookson sprach von einem „großen Sieg“ und einem Signal, diese Art des Betruges aus dem Radsport zu verbannen.

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