Sport
01.02.2012

Paszek will über den FED-Cup zu Olympia

Die Österreicherin spielt mit dem Team um den Aufstieg aus der 3. Liga - auch mit Olympia im Hinterkopf.

Jahrelang war Tamira Paszek allein unterwegs, jetzt kehrt die verlorene Tochter ins Team zurück. Die Vorarlbergerin will Österreichs Fed-Cup-Team in Eilat aus der sportlichen Belanglosigkeit namens Europa-Afrika-Zone in die Weltgruppe II führen. Nach den Gruppenspielen gegen Estland (Donnerstag) und Bulgarien müssten die Damen noch eine Play-off-Partie gewinnen.

Gut. Die 21-jährige Tamira Paszek ist aber auch aus anderen Beweggründen in Israel: Nur wenn sie Fed-Cup spielt, darf sie auch nach London zu den Olympischen Spielen. Das erkannte auch Patricia Mayr-Achleitner, Österreichs Nr. 2, im Oktober: "Sie kehrt nur aus dem einen Grund zurück, das halte ich für keine gute Idee."

Aufgetaut

Bei sommerlichen Temperaturen in Israel ist die Stimmung mittlerweile nicht mehr so frostig. Am Rande der Australian Open hat es in Melbourne eine Aussprache gegeben. "Wir haben das bereinigt, die Kameradschaft ist hervorragend", ist Paszek erleichtert.

Eines ist gewiss: Um bei Olympia dabei zu sein, reicht ein Auftritt im Team nicht, schreiben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Tennisweltverband (ITF) vor. Zwei Antritte sind notwendig. Das heißt: Österreich muss aufsteigen, um im April in der Weltgruppe II vor Olympia noch einmal spielen zu können.

Falls dieses Vorhaben nicht klappt? "Wir haben uns beim ITF auf eine Ausnahmeregelung geeinigt", sagt Paszek-Manager Ronnie Leitgeb. Bleibt das IOC, mit dem derzeit ÖTV-Präsident Ernst Wolner verhandelt.

Gute Chancen

48 von 64 Spielerinnen sind direkt für den Einzelbewerb bei Olympia qualifiziert. "Ein Platz um die 60 wird reichen, da nur vier Spieler pro Nation starten dürfen und immer ein paar ausfallen", sagt ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl. Stichtag ist 11. Juni. Derzeit ist Paszek die Nr. 48, die Punkte von ihrem Vorjahres-Viertelfinale in Wimbledon fallen erst danach aus der Wertung.

Die Chancen stehen also gut. Außer das Österreichische Olympische Komitee hat wieder etwas dagegen. 2008 hatte Paszek alle internationalen Kriterien erfüllt, damals legte sich
aber das ÖOC quer, weil sie die nationalen Limits nicht erfüllt hatte.

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