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Sport
08/03/2012

Olympia-Premiere für Frauen-Boxen

Erstmals steigen am Sonntag Frauen in den olympischen Boxring.

AIBA-Präsident Wu hat lange dafür gekämpft. Noch ist das Feld der Boxerinnen übersichtlich. In vier Jahren sollen es mehr sein. Wenn sie am Sonntag eine der letzten Männer-Bastionen im olympischen Sport erobern, ist ihnen freigestellt, ob sie Minirock oder Shorts tragen wollen. Das war ein Streitpunkt im Vorfeld ihrer Olympia-Premiere.

Einige der älteren Herren im Weltverband sollen hartnäckig auf knappe Röcke bestanden haben. Nach Protesten der Boxerinnen ist ihnen die Kleiderordnung nun selbst überlassen. Die meisten sagen: Hose.

"Alles in dieser Welt ist spannend, interessant und inspirierend, wenn Frauen teilnehmen", beteuert Wu Ching-Kuo, Präsident des Boxweltverbandes ( AIBA). "Auch als Vater von zwei Töchtern meine ich, dass Frauen alles tun können." Der Taiwanese, der seit 2006 amtiert, bezeichnet den olympischen Einzug der Boxerinnen als "eine der wichtigsten Reformen" seiner Amtszeit.

36 Boxerinnen stellen sich in der Halle 2 des Londoner Messekomplexes ExCeL den 10.000 Zuschauern in der Arena und dem Millionenpublikum an den Bildschirmen vor. Ein bescheidener Anfang mit drei Gewichtsklassen (48 bis 51, 57 bis 60, 69 bis 75 kg). Zum Vergleich: Bei den Männern sind 250 Boxer in zehn Klassen am Start.

In vier Jahren in Rio wird den Frauen wahrscheinlich eine vierte Gewichtsklasse zugestanden. Das geht zulasten der Männer, denn die Gesamtteilnehmerzahl wird nicht erhöht.

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