Sport | Olympia-2016
14.08.2016

Ivona Dadic beendet den Siebenkampf als 21.

"Ich hätte ein bisserl Glück gebraucht, dann wäre wahrscheinlich ein bisserl mehr drinnen gewesen", sagte die 22-Jährige.

Dass sie nach ihrer Glanztat als EM-Bronzemedaillengewinnerin in Amsterdam nun stets an ihrem österreichischen Rekord von 6.408 Punkten gemessen werden wird, war Siebenkämpferin Ivona Dadic klar. Und das ist ihr auch recht, versicherte die 22-Jährige. Deshalb war sie als Olympia-21. in Rio de Janeiro mit 6.155 "auch überhaupt nicht zufrieden". Gold ging an die Belgierin Nafissatou Thiam mit 6.810.

Nach den 100 m Hürden und dem Hochsprung sah es so aus, als könnte Dadic eine ähnliche Leistung wie in den Niederlanden bringen, jedoch gelangen ihr am ersten Tag das Kugelstoßen und die 200 m nicht nach Wunsch. Am zweiten Tag startete Dadic mit 6,05 m im Weitsprung, ließ 46,08 im Speerwurf folgen und 2:15,64 Minuten über 800 m. In Amsterdam hatte sie jeweils stärkere Leistungen erbracht.

"Wenn ich die EM-Leistung hernehme, wäre ich hier Neunte geworden, hätte um bessere Plätze mitkämpfen können. Es hat einfach nicht sein sollen. Ich bin müde, mir tut der ganze Körper weh wie noch nie bei einem Siebenkampf. Ich habe Schmerzen, es ist echt grauslich. Die Pause war so lang. Normalerweise wenn sie kurz ist, kommt das alles erst am Schluss raus. Und dann ist es schon vorbei. Und hier ist alles rausgekommen und ich hatte noch Wettkampf", schilderte Dadic. An beiden Tagen waren viele Stunden Pause zwischen den Vormittags- und Abendsessions.

Kein Glück

Sie habe auch überhaupt kein Glück gehabt. "Ich hätte ein bisserl eines gebraucht, dann wäre wahrscheinlich ein bisserl mehr drinnen gewesen", sagte sie. "Das war einfach kein guter Wettkampf." Sie sei aber noch sehr jung, es seien ihre zweiten Spiele, was großartig sei, meinte die 22-Jährige. Sie habe sich aber mehr erhofft, doch es sei nicht aufgegangen. "So ist der Sport. Einmal geht es, einmal nicht. So etwas hätte mir auch bei der EM passieren können.

Dadic geht aber mit positiven Gefühlen in die nun folgende Trainings- und Wettkampfpause. "Ich habe heuer schon eine Medaille gemacht, ich bin mit einer sehr, sehr guten Bestleistung weit vorne in der Weltrangliste. Auf das kann ich aufbauen. Die nächsten paar Jahre trainieren, um dann wirklich vorne mit dabei zu sein. Dass ich es drauf habe, weiß ich selber und meine Trainer auch. Jetzt muss ich es einfach nur noch machen."

Thiam holte sich mit dem nationalen Rekord von 6.810 Punkten überraschend die Goldmedaille, sie verwies London-Olympiasiegerin Jessica Ennis-Hill aus Großbritannien auf Platz zwei (6.775), Bronze gewann die kanadische Mitfavoritin Brianne Theisen-Eaton (6.653).