Sport
25.03.2012

ÖEKV-Vertreter bei WM durchwegs in Qualifikation

Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften ab Montag in Nizza bilden den letzten internationalen Sport-Schwerpunkt des Winters.

Für Österreich tritt an der Cote d'Azur das gleiche Team wie bei den Europameisterschaften im Jänner in Sheffield an. Es sind dies Kerstin Frank und Viktor Pfeifer im Einzel, Barbora Silna/Juri Kurakin bei den Tanzpaaren sowie Stina Martin/Severin Kiefer im Paarlauf.

Aufgrund der hohen Zahl von 219 Teilnehmern aus 52 Nationen im "Palais des Congres Acropolis" müssen erstmals in allen vier Disziplinen Qualifikationen ausgetragen werden. Den am Samstag geschlossen angereisten ÖEKV-Vertretern bleiben diese durchwegs nicht erspart. Damit sind die beiden Paare bereits am Montag im Einsatz, für Frank und Pfeifer wird es am Dienstag ernst. Ab Mittwoch geht es in die Kurzprogramme, die Medaillen-Entscheidungen fallen von Donnerstag bis Samstag.

Für den mit nun schon sechsfachen WM-Teilnehmer Pfeifer sollte ein Finalplatz im Feld der 46 Herren machbar sein. Die bisher beste Platzierung erreichte der Vorarlberger 2010 mit Rang 20. Der 24-Jährige ist am Mittwoch von seinem US-Trainingsdomizil Delaware über Österreich angereist, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Die 23-jährige Frank hatte bei der EM das Kurzprogramm verpasst, zuletzt hatte die Wienerin aber mit Rang fünf bei einem internationalen Meeting in Den Haag aufgezeigt.

Die 23-jährige Silna und der 24-jährige Kurakin hatten in Sheffield auch krankheitsbedingt den Aufstieg in den Kürtanz verpasst, umso intensiver fiel an ihrer Trainingsstätte Lyon unter Coach Muriel Zazoui die WM-Vorbereitung aus. Für die 19-jährige Martini und den 21-jährigen Kiefer wird es schwierig, sich nach 15. Plätzen bei EM und Junioren-WM für das Kurzprogramm zu qualifizieren. Realistisches Ziel des Duos ist daher auch das Fixieren einer neuen Saison-Punktebestleistung.

Zu den Favoriten zählen auf alle Fälle die italienische Europameisterin Caroline Kostner, US-Meisterin Ashley Wagner und die Japanerin Mao Asada, die einzige Dame mit einem Dreifach-Axel im Repertoire. Bei den Herren zeichnet sich ein Duell Europas mit den USA ab. Die Franzosen Florent Amodio und Brian Joubert sowie die Tschechen Tomas Verner und Michal Brezina müssen es primär mit dem US-Duo Jeremy Abbot und Adam Rippon sowie dem kanadischen Titelverteidiger Patrick Chan aufnehmen.

Im Eistanz sind die US-Amerikaner und Titelverteidiger Meryl Davis/Charlie White und deren kanadische Trainingskollegen und Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir die ersten Titelanwärter. Im Paarlauf sind die dreifachen deutschen Weltmeister und auch Vorjahres-Titelträger Aljona Savchenko/Robin Szolkowy erste Gold-Kandidaten. Das Feld der Herausforderer führen die russischen Europameister Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow an.