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Nishikori lässt Nadal keine Chance
Der Japaner besiegt die ehemalige Nummer eins in Montreal glatt. Djokovic rettet sich in die nächste Runde.
Ereignisreich sind am Freitag die Viertelfinali beim ATP-Masters-1000-Turnier in Montreal verlaufen. Allen voran schaffte der als Nummer vier gesetzte Japaner Kei Nishikori seinen ersten Sieg über Rafael Nadal. In nur 82 Minuten setzte sich der Asiate gegen den 14-fachen Major-Sieger mit 6:2,6:4 durch. Nicht viel gefehlt hätte auch Ernests Gulbis gegen Novak Djokovic.
Der topgesetzte Serbe sah sich gegen den Erstrundenbezwinger und Teamkollegen von Dominic Thiem bei Günter Bresnik ebenfalls schon vor dem Aus. Der unberechenbare Lette hatte gegen Djokovic bei dessen 5:7,7:6(7),6:1-Erfolg sogar zwei Matchbälle. "Ich muss ihm für ein exzellentes Match gratulieren. Er hat mich immer noch einen Extraball spielen lassen und sehr viel Druck auf mein zweites Service erzeugt", lobte Djokovic. "Er hätte den Sieg heute Abend auch verdient."
Seriensieger
Djokovic hat damit seine Serie bei den Masters-1000-Turnieren (höchste ATP-Kategorie, zweithöchste nach Grand Slam) auf 29 Erfolge ausgeweitet. Seit seiner Niederlage in Shanghai 2014 gegen Roger Federer hat er auf diesem Level nicht mehr verloren.

Vom Ablauf noch spannender als Djokovic-Gulbis verlief das Match zwischen Aufschlag-Riese John Isner (USA) und Jeremy Chardy. Der Franzose wehrte nicht weniger als sieben (!) Matchbälle ab, ehe er sich nach erst 3:08 Stunden mit 6:7(9),7:6(13),7:6(4) für sein erstes Masters-1000-Semifinale qualifizierte. Dort trifft er nun auf Djokovic. Nishikori spielt gegen Murray, der Jo-Wilfried Tsonga 6:4,6:4 schlug und sich einen Platz beim ATP-World-Tour-Finale sicherte.
Im Herren-Doppel bezwang der Wiener Alexander Peya mit Bruno Soares die als Nummer drei gesetzten Wimbledonsieger Jean-Julien Rojer/Horia Tecau (NED/ROM-3) 6:2,6:4. Die als Nummer 6 gesetzte Paarung bekommt es im Halbfinale wieder einmal mit den Topstars zu tun, den US-Zwillingen Bob und Mike Bryan.
Beim WTA-Premier-Turnier in Toronto sorgte die erst 18-jährige Schweizerin Belinda Bencic mit einem klaren 6:4,6:2 über die Weltranglisten-Sechste Ana Ivanovic für Furore. Sie trifft nun auf die Weltranglisten-Erste Serena Williams. "Das war das vierte super Match hier. Heute habe ich wahnsinnig gespielt", sagte Bencic. Im zweiten Halbfinale spielen Simona Halep (ROM-2) und Sara Errani (ITA-15).