Sport
11.01.2013

NFL: Zwei Klassiker als Vorgeschmack

Peyton Manning oder Ray Lewis, 49ers oder Packers - Spannung ist garantiert.

Noch acht Teams sind im Kampf um die Lombardi-Trophy verblieben, die NFL-Play-offs haben Fahrt aufgenommen. Am Wochenende stehen die Divisional Play-offs auf dem Programm, das Viertelfinale. Samstag ab kurz nach 22 Uhr unserer Zeit startet die erste Partie in den luftigen Höhen von Denver, Colorado. Im Sports Authority Field at Mile High (Denver liegt genau eine Meile, also knapp 1600m über dem Meeresspiegel), empfangen heimischen Denver Broncos die Baltimore Ravens.

Nach einer verletzungsbedingten Auszeit über die gesamte letzte Saison hatte Denver-Quarterback Peyton Manning vor der Saison seine Zelte in Indianapolis abgebrochen und war in die Rockies übersiedelt. Dass sein Team mit einer 13-3 Bilanz die AFC gewinnen würde, hätte er damals vermutlich nicht einmal in seinen kühnsten Träumen vermutet. Heute gelten die Broncos, zumindest bei den Buchmachern, als Favoriten.

Die Ravens hoffen dagegen auf den Lewis-Faktor. Defensiv-Altmeister Ray Lewis würde seine große Karriere gerne mit einem zweiten Super-Bowl-Ring krönen und sich als siegreicher "Feldherr" in die Pension verabschieden. Dem gegenüber steht einerseits die dünne Luft in Denver (13 der 16 Play-off-Heimspiele im Mile High wurden gewonnen), andererseits die vor allem in dieser Saison durchwegs durchwachsene Auswärtsbilanz der Mannen rund um Quarterback Joe Flacco, der mit der Denver-Secondary mehr Mühe haben dürfte als in der vergangenen Woche gegen die Colts.

Legen - wait for it - dary

Ein vor allem in den 1990ern zum Klassiker avanciertes Duell erwartet die Zuschauer in der Nacht zum Sonntag (MEZ) im Candlestick Park von San Francisco. Die 49ers bitten die Green Bay Packers zum Tanz. Dabei liegt die letzte Begegnung der beiden Teams weit kürzer zurück als die von Schlamm geprägten Play-off-Schlachten des letzten Jahrhunderts. Vor 18 Wochen, empfingen die Packers die 49ers zum Saisonauftakt im Lambeau Field und kassierten eine empfindliche 22:30-Niederlage.

Die Vorzeichen haben sich jedoch grundlegend verändert. Nicht nur, dass die 49ers vor eigenem Publikum leicht favorisiert werden. Beide Teams dürften auch besser auf die Stärken des Gegners vorbereitet sein. So zeigten die Packers in der vergangenen Woche zum Beispiel eine deutliche Steigerung in der Laufverteidigung gegen den besten Running Back der Liga, Adrian Peterson. Gleichzeitig kommt gegen den Quarterback Colin Kaepernick auch auf die Passverteidigung mehr Arbeit zu. Das interessanteste Matchup dürfte sich jedoch an der mediokren Packers-O-Line zutragen. Können Aldon und Justin Smith, letzterer laboriert an einer Oberarmverletzung, zusammen mit ihren Defense-Kollegen Aaron Rodgers daran hindern, sein nunmehr wieder gesamt vorhandenes Receiver-Corps zu bedienen? Der Sieger der Partie wird von einigen Experten bereits als Top-Favorit auf den Titel gehandelt.

Klarer Sonntag?

Am Sonntag scheint die Rollenverteilung bereits einiges klarer. Sowohl die Falcons gegen die Seahawks, als auch die Patriots gegen die Texans sind in ihren Heimspielen zu favorisieren, wenngleich vor allem Seattle aufgrund der jüngsten Erfolgsserie in Atlanta für eine Überraschung sorgen könnte.

In Österreich überträgt Puls 4 am kommenden Sonntag New England gegen Houston live ab 22.20 Uhr. Zu einer Premiere kommt es eine Woche später, wenn es in den Conference Finals um die Plätze in der Super Bowl geht. Am 20. Jänner überträgt Puls 4 ab 20.15 Uhr beide Halbfinal-Spiele in Folge und liefert damit die längste monothematische Live-Sportübertragung eines österreichischen Vollprogramms.