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Sport

Neuseeland will WM-Titel holen

Neuseelands Rugby-Nationalteam geht am Sonntag (10.00 Uhr MESZ) als klarer Favorit ins Finale der Heim-WM.

12/05/2011, 08:42 AM

Neuseelands Rugby-Nationalteam geht am Sonntag (10.00 Uhr MESZ) als klarer Favorit ins Finale der Heim-WM. Die "All Blacks" stehen gegen Frankreich unter enormem Druck. In keinem Land der Welt hat Rugby eine gr√∂√üere Bedeutung. F√ľr das neuseel√§ndische Volk, mittlerweile ob seiner Obsession schon "Stadion der vier Millionen genannt", ist der erste WM-Titel seit 24 Jahren Pflicht.

Im Eden Park von Auckland haben lediglich 60.000 der vier Millionen neuseel√§ndischen Rugby-Fans Platz. Sie werden ihr Team in der Neuauflage des Endspiels von 1987 aber nach vorne peitschen. "Mir fehlen die Worte f√ľr diese Begeisterung", erkl√§rte Zwei-Meter-H√ľne Ali Williams. "Ich habe das Land noch nie so erlebt."

Im Mittelpunkt der Euphorie stehen nach dem sechsw√∂chigen Turnier Kapit√§n Richie McCaw und Piri Weepu, Topscorer im Halbfinale gegen Australien (20:6). Weepus Aufstieg ist kometenhaft. Die WM 2007 hatte der Maori noch wegen "k√∂rperlicher Defizite" - der 1,78-Meter-Mann bringt mehr als 100 Kilo auf die Waage - verpasst. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Starspielmacher Dan Carter in der Gruppenphase √ľbernahm Weepu das Kommando, gibt auch beim Ritualtanz "Haka" vor Spielbeginn den Takt an.

Hirn der Mannschaft ist McCaw, der schon dreimal als Rugby-Spieler des Jahres ausgezeichnet worden ist. Ein WM-Titel wäre die Krönung seiner Karriere. "Erst mit dem Titel kann ich wirklich stolz sein", erklärte McCaw. "Richie ist unglaublich mutig, trickreich und intelligent", lobte Teamchef Graham Henry den 30-Jährigen. "Er inspiriert seine Teamkollegen und alle Neuseeländer."

In der Gruppenphase setzte sich der Gastgeber gegen Frankreich sicher mit 37:17 durch. Die Franzosen gelten aber nicht nur als körperlich stark, sondern auch als unberechenbar - und als Angstgegner der "All Blacks". 1999 und 2007 warfen "Les Bleus" die Neuseeländer jeweils aus dem alle vier Jahre stattfindenden WM-Turnier. Eine weitere Niederlage käme einer nationalen Katastrophe gleich, geht es doch auch um das Ende einer Durststrecke.

Seit 1995 sind die Neuseel√§nder nicht mehr im Finale gestanden, seit der ersten WM 1987 nicht mehr Weltmeister gewesen. Der Finalgegner im Eden Park hie√ü auch schon damals Frankreich (29:9). Eine Wiederholung k√∂nnte sich sogar positiv auf die Geburtenrate auswirken. Neun Monate nach dem Titel wurde damals ein wahrer Baby-Boom registriert. Neuseeland ist eben vor allem eines: rugbyverr√ľckt.

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