Sport
05.12.2011

Nadal und Murray auf Kollisionskurs

Der Titelvertediger und der Brite gewinnen das US-Open-Achtelfinale und könnten im Halbfinale aufeinandertreffen.

Der spanische Titelverteidiger Rafael Nadal und der Schotte Andy Murray steuern bei den Tennis-US-Open in New York auf ein Halbfinal-Duell hin.

Beide setzten sich am Donnerstag nach Ende der zweitägigen Regenpause im Achtelfinale in drei Sätzen durch, wobei Murray (4) beim 6:2,6:3,6:3 gegen US-Überraschungsmann Donald Young nur acht und Nadal beim 7:6(1),6:1,6:2 gegen den Luxemburger Gilles Muller lediglich neun Games abgab.

Der zweitgereihte Nadal war am Vortag vor der Regenunterbrechung mit 0:3 in Rückstand geraten und hatte seinen Ärger freien Lauf gelassen, als es auf seiner Ansicht nach nassem Court weitergehen sollte. Doch dann wurde ohnehin vertagt. In der Fortsetzung ließ der Iberer nie einen Zweifel über den Sieger aufkommen. "Gestern war für alle ein harter Tag,", meinte Nadal rückblickend zur Wetter-Misere. "Danke, dass ihr alle heute noch einmal gekommen seid."

Gegner

Die Viertelfinalgegner der beiden Co-Favoriten hatten jeweils härter zu kämpfen. Nadal wartete auf den Sieger aus David Ferrer (ESP-5) gegen Andy Roddick (USA-21), Murray auf den Gewinner aus Gilles Simon (FRA-12) gegen John Isner (USA-28). Für den späteren Donnerstag waren die ersten beiden Herren-Viertelfinali angesetzt, wobei der topgesetzte Serbe Novak Djokovic auf seinen Landsmann Janko Tipsarevic (20) und der Schweizer Roger Federer (3) auf den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga (11) traf.

Roddick gegen Ferrer musste nur wenige Minuten nach Wiederaufnahme des am Vortag abgebrochenen Spiels aus dem Louis-Armstrong-Stadion auf Court 13 verlegt werden, da sich aufgrund der jüngsten Regenfälle hinter den beiden Grundlinien Haarrisse gebildet hatten. Dadurch drang Feuchtigkeit auf den Hartplatz und machte ihn an dieser Stelle rutschig. Doch erst nach einer längerer Unterbrechung und Diskussionen entschloss man sich auf Vorschlag Roddicks zum Umzug auf den Außen-Court.

Pfeiffer'sches Drüsenfieber bei Söderling

Indes hat der Schwede Robin Söderling am Donnerstag bekanntgegeben, dass er an Pfeiffer'schen Drüsenfieber leide, das der Grund für seine Müdigkeit sei. Der Weltranglisten-Sechste hatte seine Nennung für das Turnier vergangene Woche kurz vor seinem Erstrundenmatch zurückgezogen.

2008 hatte auch Federer, im Vorjahr Roddick diese Krankheit getroffen. "Ich hoffe, so bald wie möglich wieder auf den Court zurückzukehren", erklärte Söderling.