Sport
26.01.2012

Nadal bezwingt Federer

Der Spanier steht zum zweiten Mal im Finale der Australian Open.

Alles Roger? Von wegen. Der Spanier Rafael Nadal steht als erster Finalist der Australian Open fest. Er bezwang Roger Federer in einem hochkarätigen Match mit 6:7,6:2,7:6,6:4 und zog somit zum zweiten Mal nach 2009 ins Endspiel von Melbourne ein.

15.000 Zuschauer kamen in der ausverkauften Rod Laver Arena  voll auf ihre Kosten und hätten gern einen fünften Entscheidungssatz gesehen. Denn von diesem Weltklasse-Match hatte niemand genug kriegen können. 82 Gewinnschläge bei 276 gespielten Punkten ist nur eine von zahlreichen spektakulären Statistiken, die unterstreicht, dass das erste Semifinale auf allerhöchstem Niveau verlief.

Im ersten Satz schaffte der 30-Jährige Schweizer ein frühes Break, zog schnell auf 4:1 davon. Doch Nadal steckte nicht auf und rettete sich in ein Tiebreak, welches der Schweizer jedoch mit 7:5 für sich entschied.

Im zweiten Satz kamen die druckvollen Topspin Schläge Nadals zur Geltung. Der Spanier verteilte die Bälle gut, spielte aggressiv und konnte relativ locker mit 6:2 für den Satzgleichstand sorgen.

Federer hadert mit Breakballverwertung

Satz drei war nichts für schwache Nerven. Abermals musste ein Tiebreak entscheiden. Von 6:1 ließ Nadal den Schweizer noch auf 6:5 rankommen, konnte aber bei eigenem Aufschlag die erstmalige Satzführung fixieren. Dies entpuppte sich als eine kleine Vorentscheidung für den weiteren Matchverlauf.

Denn Satz vier sollte der letzte der Begegnung sein. Bis zum Stand von 4:4 war alles in der Reihe, keiner gab seine Aufschlagspiele ab. Doch Federer konnte im neunten Game einen Spielball nicht nutzen, was Nadal eiskalt ausnützte um somit auf den Matchgewinn zu servieren.

Dass das Ausservieren eines Spieles sich des öfteren zu einer zitterigen Angelegenheit entwickeln kann, unterstrichen die Breakchancen, die Federer bekam. Diese ließ er allerdings ungenutzt. Bei einer von ihnen schien er schon zum 5:5 ausgleichen zu können, Nadal wehrte mit einem tausend Gulden Lob auf die Grundlinie jedoch spektakulär ab. Als Federer nach 3:42 Stunden seinen 63. Fehler beging, fiel Spaniens Tennis-Ass  vor Freude auf den Boden. Denn die verzogene Vorhand besiegelte Nadals 18. Sieg im 27 Duell.

Nadals Gegner wird im zweiten Halbfinale zwischen Titelverteidiger Novak Djokovic und Andy Murray (9:30 MEZ) ermittelt.

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