Sport
23.08.2017

Nach WM-Silber geht es um 100.000 Dollar

Saisonfinale für die Vizeweltmeister Clemens Doppler und Alexander Horst nach Dopplers Verletzungspause.

Einmal noch – und dann ist Schluss. Zumindest für diese Saison. Die Vizeweltmeister Clemens Doppler und Alexander Horst spielen ab Mittwoch beim Major-Finale in Hamburg. Bei dem Turnier im Tennisstadion Rothenbaum sind die acht besten Teams der Welt fix qualifiziert, mit vier Wild Cards zählt das Feld zwölf Teilnehmer.

Nach dem verlorenen WM-Finale auf der Donauinsel vor zwei Wochen nahmen sich die beiden eine kurze Auszeit. Doch das erste Balltraining musste Doppler abbrechen. Zu groß waren die Schmerzen der Muskelfaserrisse im rechten Oberschenkel. "Vor der WM wollte mir der Arzt vier bis sechs Wochen Sportverbot geben." Doch Doppler biss sich durch und spielte mit Schmerzmittel. Eine EM-Teilnahme war nicht möglich. Also schonte sich Doppler für Hamburg, während Alex Horst mit dem Salzburger Julian Hörl bei der EM antrat und in der Vorrunde ausschied.

Gewonnene Zeit

In Hamburg gibt es einen Siegerscheck von 100.000 Dollar. Mehr als bei der WM. Finanzielle Überlegungen hätten keine Rolle gespielt, meinte Doppler. "Aber ich habe eine Woche für die Therapie gewonnen." Richtig ausheilen werden die Muskelfaserrisse erst nach der Saison. "Dann habe ich genug Zeit", sagt Doppler, der sich auf die schmerzfreie Zukunft freut.

Hamburg wollten sich die Vizeweltmeister nicht entgehen lassen. "Wir sind bei der dritten Auflage zum zweiten Mal qualifiziert. Das zeigt, welche Konstanz wir in den letzten Jahren an den Tag legen", sagt Doppler erfreut. Hamburg habe großen Stellenwert bei den Sportlern. "Es ist wie im Tennis das ATP-Finale in London. Wir Spieler werden hier hofiert. Man merkt, es ist etwas ganz Spezielles." In der Gruppe treffen sie auf die Weltranglistenersten Dalhausser/Lucena (USA) und Herrera/Gavira ( ESP). Der Gruppensieger steigt ins Viertelfinale auf, die anderen sind in der Zwischenrunde.

Nach der Rückreise aus Hamburg ist das Sportjahr 2017 für Doppler/Horst und Trainer Robert Nowotny noch nicht ganz zu Ende: Dann fahren sie für eine Woche zum Regenerationstrainingslager nach Porec.

Und in Gedanken planen die Vizeweltmeister schon die nächste Saison.