Sport
25.01.2013

Murray schlägt Federer

Der Brite besiegt den Schweizer im Halbfinale mit 6:4, 6:7, 6:3, 6:7, 6:2 und trifft am Sonntag auf Djokovic.

Andy Murray wird britische Tennisgeschichte schreiben, weil er auch am Sonntag noch auf dem Platz stehen darf. Möglich gemacht hat es ein 6:4-6:7-6:3-6:7-6:2-Sieg über die Schweizer Legende Roger Federer. Mit dem siebenten Spiel bei den laufenden Australian Open wird er seine Gesamtzahl an Matches bei Grand-Slam-Turnieren auf 139 hinaufschrauben und damit Fred Perry an der britischen Spitze ablösen.

Schön, aber eine Lächerlichkeit, betrachtet man Federers Zahlen: Der 31-Jährige spielte gestern seine 299. Partie bei Major-Turnieren – wird aber nach der Niederlage erst in Paris die Zahl 300 knacken. Federer verpasste zudem sein 25. Grand-Slam-Endspiel. An seiner Performance in den Tie-Breaks lag es in Melbourne nicht, er spielte und gewann sechs. Lob bekam er von seinem Bezwinger trotzdem: „Roger spielt bei den Grand Slams immer sein bestes Tennis. Darum ist es besonders schwer, ihn auf diesem Level zu schlagen.“ Eines ist beeindruckend und wird wohl kaum überboten werden: Federer kam seit Mai 2004 bei allen Grand-Slam-Turnieren zumindest bis ins Viertelfinale. Damals war er bei den French Open in Runde drei am Brasilianer Gustavo Kuerten gescheitert.

Murray - Djokovic

In seinem sechsten Grand-Slam-Finale trifft der Schotte Murray auf den Serben Novak Djokovic (9.30 Uhr MEZ, live Eurosport). Der Titelverteidiger und Weltranglisten-Erste kam bereits am Donnerstag gegen den Spanier David Ferrer beim 6:2-6:2-6:1-Sieg kaum ins Schwitzen. Murray, der mit dem Sieg bei den US Open im September den ersten Grand-Slam-Titel für die Briten seit 1936 (ebenfalls Perry) geholt hatte, hat bei Grand Slams seit dem Wimbledon-Finale im Juli nicht mehr verloren. Damals unterlag er Federer.

Die Damen küren heute ihre Siegerin. Die Chinesin Li Na fordert Titelverteidigerin Viktoria Asarenka (9.30 Uhr MEZ, live Eurosport). Im direkten Vergleich führt die Weißrussin mit 5:4. Verliert Asarenka diese Partie, ist die Amerikanerin Serena Williams wieder die Nummer eins der Welt. Und dies trotz Viertelfinal-Aus.