Zwischengas: Kleiner Sieg für Red Bull

Einigung: Red Bull fühlte sich durch das Reglement benachteiligt.
Foto: ap

Ferrari lenkte im Regelstreit um das umstrittene Zwischengas-System ein.

Vielleicht war es die Euphorie über den ersten Saisonsieg, die Ferrari im Regelstreit um das umstrittene Zwischengas-System einlenken ließ. Sonntagabend konnte in Silverstone daher unter allen Teams Einigkeit erzielt und eine eingeschränkte Version bis zum Saisonende beschlossen werden.

Demnach kehrt man ab sofort wieder zu jener Regel zurück, die beim Großen Preis von Europa in Valencia Ende Juni Bestand hatte. Die Teams dürfen nun wieder Motoreneinstellungen verwenden, die auch bei nicht gedrücktem Gaspedal Auspuffgase produzieren. Eine Beschränkung der Öffnung der Drosselklappe gibt es nicht mehr. Die einzige Auflage besagt, dass in der Qualifikation und im Rennen mit den gleichen Motoreinstellungen gefahren werden müssen. "Hoffentlich haben wir nun endlich einen Schlussstrich unter die ganze Angelegenheit gezogen", betonte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Das österreichische Weltmeister-Team hatte in Silverstone am stärksten unter dem Verbot gelitten.

Strafe

"Die Formel 1 sollte keinen Schaden nehmen", sagte Monisha Kaltenborn, die Wiener Geschäftsführerin von Sauber. Der Schweizer Rennstall ist mit Ferrari-Triebwerken unterwegs und hatten sich ebenfalls lange quergelegt.

Ärger gab es dennoch bei Sauber. Pilot Kobayashi muss nach der Kollision mit Maldonado (Williams) 20.000 Euro Strafe zahlen.

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(kurier) Erstellt am
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