Webber setzt in Silverstone ein Zeichen

Symbolisch: Fernando Alonso dreht sich mit dem Ferrari von der Strecke, während Red-Bull-Mann Mark Webber unbeirrt seine Runden dreht.
Foto: apa

Im Training präsentiert sich der Vorjahressieger in guter Form. Vettel geht es gemächlich an.

Die Gegner von Sebastian Vettel gehen es in England ruhig an. Nur der Teamkollege spuckt laute Töne.

Vor nur zwei Jahren schien alles vorbei zu sein, das Formel-1-Rennen in Silverstone stand vor dem Aus. Rechteinhaber Bernie Ecclestone war der Kurs in der englischen Einöde schon länger ein Dorn im Auge, das Ende schien nur noch eine Frage der Zeit.

2011 allerdings präsentiert sich das Home of British Motor Racing in neuem Glanz. 120.000 Fans werden am Rennsonntag an der Strecke feiern; 27 Millionen Pfund (30,2 Mio. Euro) wurden in einen Umbau der Boxengasse und des Fahrerlagers investiert. Der neue Komplex wirkt überraschend futuristisch für die älteste Formel-1-Strecke, die 1950 erstmals im Kalender war. "Wir sehen ein komplett neues Silverstone", sagte Lokalmatador Lewis Hamilton. "Ein Sieg wäre überirdisch, aber schon ein Podium wäre etwas Besonderes", sagte Jenson Button, Hamiltons Teamkollege bei McLaren.

Noch ist nicht einmal die Hälfte der Rennen in diesem Jahr absolviert, und Button, Weltmeister 2009, liegt als WM-Zweiter bereits 77 Punkte hinter Dominator Sebastian Vettel. Hamilton, Champion 2008, fehlen gar 89 Punkte. Der Abstand zu Red Bull scheint Hamilton zu zermürben: "Es würde mich extrem nerven, wenn es bei nur einem WM-Titel für mich bliebe."

Neue Regel

Auch in Silverstone ist Red Bull Favorit. So sehr, dass das gesamte Fahrerlager selbst vom (erstmals geltenden) Zwischengas-Verbot kaum Verschiebungen in der Hackordnung erwartet. Auch die Reaktion von Vettel auf die neue Regel klingt wie eine Drohung: "In Silverstone wird das wahrscheinlich nicht so ins Gewicht fallen."

Nur ein Fahrer riskiert eine große Klappe: Vettels Teamkollege Mark Webber. "Man muss einfach weiter versuchen, den Lauf von Sebastian zu stoppen", sagt der Vorjahressieger aus Australien. "Es ist unser aller Aufgabe, alles zu versuchen, um ein paar andere Rennsieger zu haben."

Im ersten freien Training am Freitag fuhr Webber bei nur 14 Grad und nasser Fahrbahn mit 1:46,603 Minuten die schnellste Zeit, vor Michael Schumacher im Mercedes. Sebastian Vettel ging es noch gemächlich an und landete auf Platz 13.

Mehr zum Thema

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?