Ungarn-GP: Vettel auf der Pole

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Der Deutsche wird das Rennen um den Großen Preis von Ungarn von der ersten Startposition in Angriff nehmen.

Die Überstunden bei Red Bull haben sich gelohnt. Bis Samstag, zwei Uhr Früh, hatten die Mechaniker am Heck des Autos von Sebastian Vettel gearbeitet. Die Belohnung erhielten sie kurz nach 15 Uhr vom 24-Jährigen, der sich per Funk beim österreichisch-englischen Team bedankte: "Yeah! Das ist es, wovon ich gesprochen habe!"

Im elften Rennen der Saison steht zum elften Mal ein Red Bull auf der Poleposition. Zum achten Mal ist es Sebastian Vettel. "Einige Mechaniker sind erst um Viertel vor Fünf ins Bett gekommen", sagte Vettel. "Mit dem Resultat konnte ich Danke sagen." Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Mit 16 Hundertstelsekunden Rückstand landete Lewis Hamilton auf Rang zwei, gefolgt von seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Button.

Spitzenteams auf Augenhöhe

In der Weltmeisterschaft kommen Vettels Verfolger näher. Allerdings nur langsam. 77 Punkte beträgt der Vorsprung von Vettel auf den Teamkollegen Mark Webber. Lewis Hamilton und Fernando Alonso (der im Qualifying als Fünfter enttäuschte) folgen knapp dahinter. Vettels großer Vorteil im Titelkampf ist aber nicht nur sein Punktepolster, denn der könnte mit 25 Punkten für einen Sieg schnell kleiner werden. Es ist die Tatsache, dass sich die Verfolger gegenseitig Punkte wegnehmen.

In Montreal wurde Vettel von Jenson Button besiegt, in Silverstone von Ferrari-Star Fernando Alonso, auf dem Nürburgring von Buttons-Teamkollegen Lewis Hamilton. Die Spitzenteams Red Bull, McLaren und Ferrari fahren derzeit auf einem Niveau, doch Vettel ist immer vorne dabei. Was auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner beruhigt: "Wir sind in jedem Rennen auf der Poleposition gestanden, wir sind immer auf dem Podium gestanden. Das ist weit weg von einem Desaster."

Fortschritte

Doch natürlich sei dem Team klar, dass man sich nicht zurücklehnen darf. "Wir sind mitten in einem Entwicklungs-Wettlauf", sagt Horner. "Besonders Ferrari hat extrem zugelegt", bestätigt auch Sebastian Vettel. "Unser Auto ist extrem schnell. Aber wenn man in der Entwicklung stehen bleibt, dauert es nicht lange, bis man von den anderen überrollt wird."

Denn eines weiß auch der Weltmeister: "Die anderen sind keine Nasenbohrer."

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Erstellt am 05.12.2011