epa03639110 German Formula One driver Sebastian Vettel of Red Bull Racing steers his car in front of British Formula One driver Lewis Hamilton of Mercedes AMG GP during the warm up lap before the start of the Malaysian Formula one Grand Prix at the Sepang International Circuit, near Kuala Lumpur, Malaysia, 24 March 2013. EPA/DIEGO AZUBEL
epa03639110 German Formula One driver Sebastian Vettel of Red Bull Racing steers his car in front of British Formula One driver Lewis Hamilton of Mercedes AMG GP during the warm up lap before the start of the Malaysian Formula one Grand Prix at the Sepang International Circuit, near Kuala Lumpur, Malaysia, 24 March 2013. EPA/DIEGO AZUBEL

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Machtspiele

Red Bull vs. Mercedes: Rivalen der Rennbahn

Die Feindschaft zwischen dem österreichischen und dem deutschen Team beginnt die Formel 1 zu prägen.

06/28/2013, 07:51 AM

Mark Webber, lange Jahre einer der auffälligsten Nebendarsteller der Formel 1, stahl ihnen an diesem ersten Tag in Silverstone glatt die Show. Ihnen – das sind die aktuellen Hauptdarsteller der Saison: Reifenhersteller Pirelli sowie die Führungsriegen von Red Bull und Verfolger Mercedes.

Seit einiger Zeit verbindet die beiden Rennställe eine innige Feindschaft. Es geht dabei um die großen Dinge in der kleinen Formel-1-Welt: um Siege, Ruhm, Macht und, natürlich, um Geld. Das milde Urteil (Verwarnung und Ausschluss beim Test der Nachwuchsfahrer) des Weltverbandes im Zuge des exklusiven Reifentests von Mercedes ist längst nicht der einzige Streitpunkt zwischen dem deutschen Werksteam und dem österreichischen Weltmeister-Rennstall.

Rasch machte das Gerücht die Runde, Red Bull wolle ebenfalls private Übungsrunden drehen, wenn man lediglich eine Verwarnung zu fürchten hat. Die Team-Verantwortlichen dementierten zwar eilig, doch es zeigt, wohin sich die Rivalität entwickelt hat: Mercedes ist erstmals seit der Neugründung als Werksteam (2010) ein ernst zu nehmender Rivale der Rennbahn geworden.

Revolution

Die Lage könnte sich schon bald weiter verschärfen: Der Formel 1 steht im kommenden Jahr eine der größten technischen Revolutionen in ihrer über sechzigjährigen Geschichte bevor: Die V8-Saugmotoren werden durch V6-Turbomotoren ersetzt.

Mercedes gilt seit über einem Jahrzehnt als zuverlässigster Motorenbauer in der Königsklasse. Bereits 2009 erwägte Red Bull einen Wechsel von Renault- zu Mercedes-Triebwerken. Die Deutschen erkannten das drohende Potenzial des jungen Teams aus Österreich und erteilten eine Absage. Am Aufschwung von Red Bull änderte das freilich nichts.

Sportpolitisch trennen beide Teams Welten: Red Bull will Kundenteams (auch das Chassis wäre für kleinere Teams ankaufbar), um u. a. Synergien mit dem Schwesterteam Toro Rosso zu nutzen, Mercedes ist dagegen. Mercedes will eine Budgetobergrenze, Red Bull nicht.

Bleibt noch das liebe Geld. Red Bull erkämpfte sich bei Vermarkter Bernie Ecclestone lukrative Sonderprivilegien, Mercedes ist in der Hierarchie hinter Red Bull, Ferrari und McLaren nur die Nummer vier.

Freitag: 1. freies Training (11 Uhr MESZ/live Sky), 2. freies Training (15 Uhr MESZ/live ORFeins, Sky),
Samstag: 3. freies Training (11 Uhr MESZ/live Sky), Qualifying (14 Uhr MESZ/live ORFeins, RTL, Sky)
Sonntag: Das Rennen (14 Uhr/live ORFeins, RTL, Sky)

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