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18.03.2012

Red Bull mit Auftakt zufrieden

"Wir haben unser komplettes Potenzial noch nicht abgerufen", meinte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko nach dem Rennen.

Eine Niederlage fühlt sich anders an. Red Bull lässt sich von den Plätzen zwei und vier zum Auftakt der Formel-1-WM in Australien nicht aus der Ruhe bringen. Der österreichisch-englische Rennstall ist aus der überragenden Vorsaison zwar Siege gewöhnt, weiß nun aber um das Potenzial seines neuen Autos. Der RB8 aus der Feder von Adrian Newey soll zumindest so schnell sein wie der in Melbourne siegreiche McLaren.

"Wir haben unser komplettes Potenzial auch im Rennen noch nicht abgerufen", betonte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko. "Dafür müssen wir das Auto noch besser verstehen." Weltmeister Sebastian Vettel steuerte seinen schwierig zu fahrenden Boliden, den er "Abbey" getauft hat, immerhin auf Platz zwei. "Im Moment ist McLaren das Team, das es zu schlagen gilt", meinte der 24-jährige Deutsche. "Aber schauen wir, was in Malaysia passiert."

Auf dem Tropenkurs in Sepang geht nächstes Wochenende das zweite von 20 Saisonrennen über die Bühne. Dort wollen die Bullen mit mehr Trainingszeit den nächsten Schritt machen. "Wir sind ein Spitzenteam und wollen die Erfolge aus dem Vorjahr wiederholen", versicherte Marko. Die Basis sei gut genug. "Wir fahren sehr optimistisch zu den nächsten Rennen." Zuversichtlich stimmte vor allem die Rennpace des viertplatzierten Australiers Mark Webber.

Der Unterschied zwischen den beiden Topteams scheint marginal. "Im Rennen hat man gesehen, dass es sehr eng ist", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Und wir haben einiges gelernt dieses Wochenende." Soll heißen, dass die Bullen in Malaysia stärker sein werden. Und Vettels Auto besser abgestimmt.

Lieber Button als Hamilton

Auch in der WM ist jener Mann voran, den Red Bull weniger fürchtet. "Button ist uns lieber als Hamilton", erklärte Marko. Der in Melbourne drittplatzierte Lewis Hamilton sei der deutlich aggressivere Fahrer, den man auch längerfristig vorne erwarte. "Button hat wahrscheinlich gewonnen, weil er besser mit den Reifen umgegangen ist", vermutete Marko. Das ist auch die ganz große Stärke des Weltmeisters von 2009.