Audi dementiert Gerüchte um Formel-1-Einstieg

A logo of German carmaker Audi is pictured next to
Foto: REUTERS/RALPH ORLOWSKI  

"Auto Bild" hatte zuvor berichtet, dass Audi ab 2018 in der Königsklasse mitwirken wolle.

Der mögliche Formel-1-Einstieg von VW sorgt nach wie vor für Spekulationen. Einem Bericht der Auto Bild zufolge steht die Grundsatzentscheidung, mit Audi ab der Saison 2018 in der Königsklasse des Motorsports mitzuwirken. Dafür, so schreibt das Magazin, will sich Audi aus dem Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) und der Langstrecken-WM mit den legendären 24 Stunden von Le Mans zurückziehen.

Sportchef soll der ehemalige Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali werden. Investoren sollen dem Bericht zufolge aus dem Mittleren Osten kommen, der Energy-Drink-Produzent Red Bull würde Hauptsponsor werden. Es würden "nur noch" ein paar Unterschriften fehlen, hieß es in dem Bericht am Montag. Eine namentlich genannte Quelle gab es nicht.

Dementi

Audi hat die Gerüchte anschließend vehement dementiert. "Bei dem Bericht der Auto Bild um den Einstieg der Marke Audi in die Formel 1 handelt es sich um pure Spekulation, die keines weiteren Kommentars bedarf", sagte ein Sprecher der Abteilung Motorsport am Montag.

"Auch die Behauptung, Audi wolle sein Engagement in der DTM und der WEC aufgeben, entbehrt jeder Grundlage und wird von uns entschieden zurückgewiesen."

Hartnäckige Gerüchte

Die Gerüchte über einen VW-Einstieg durch welche Marke auch immer sind nicht neu. Nach Bekanntwerden des Endes der Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligen Seriensieger Red Bull und Renault nach der laufenden Saison nahmen diese nun aber deutlich zu. Erst am Samstag hatte ein VW-Konzern-Sprecher dazu erklärt: "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns an solchen Spekulationen nicht beteiligen möchten."

Möglich soll den Einstieg vor allem ein neues Reglement machen, das ab 2017 in Kraft treten soll. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, welche Schritte unternommen werden, um die Attraktivität der Serie zu steigern und die dauerhaft beklagten hohen Kosten zu senken.

Bis es soweit sein könnte, dass Red Bull mit Audi-Antrieben fährt, deutet einiges auf eine Zusammenarbeit mit Ferrari hin. Auch hier ist aber noch keine Entscheidung öffentlich bekanntgegeben worden. Laut Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko hat es aber schon "vielversprechende" Gespräche mit Ferrari über eine erneut Zusammenarbeit gegeben. Das Traditionsteam aus Maranello hatte den österreichisch-britischen Rennstall bereits 2006 mit Motoren beliefert. Das Red-Bull-Schwestern-Team Toro Rosso war von 2007 bis 2013 Motorkunde von Ferrari.

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(apa / ab) Erstellt am
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