Wieder da: Porsche kehrt mit dem V4-Turbobenziner (750 PS) nach Le Mans zurück.

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Langstrecken-Klassiker
06/14/2014

24 Stunden am Limit in Le Mans

Am Samstag beginnt das härteste Rennen der Welt. Alexander Wurz fährt um den dritten Sieg.

von Christina Pertl

Die ganze Sportwelt schaut derzeit nach Brasilien. Dorthin, wo gerade der Fußball Samba tanzt. Die ganze Sportwelt? – Stimmt nicht. Denn in Frankreich geht es am Wochenende um nichts Geringeres als das härteste Straßenrennen der Welt: die 24 Stunden von Le Mans.

Wenn um 15 Uhr Ferraris Formel-1-Star Fernando Alonso das Startzeichen gibt, beginnt für 55 Fahrzeuge zum 82. Mal die prestigeträchtige Reise. Ein Erlebnis, das Motorsportfreunde schwärmen lässt. "Le Mans ist mit nichts zu vergleichen", sagt Fritz Enzinger. Der Steirer, 57, ist für die Rückkehr von Porsche auf die Langstrecke verantwortlich. Wie sich ein Sieg beim Klassiker anfühlt, hat er 1999 erlebt, damals noch bei BMW. "Aber wenn du es schaffst, mit Porsche Le Mans zu gewinnen, muss es sich noch besser anfühlen", ist Enzinger überzeugt. Kein Team hat in Le Mans so oft gewonnen wie der deutsche Sportwagenhersteller: 16-mal. Nun soll Mission 17 vollendet werden.

Gute Ausgangslage

Gleich fünf Österreicher gehen heuer in Le Mans an den Start. Auch Alexander Wurz macht im Toyota-Hybrid wieder Jagd auf seinen dritten Sieg in der LMP1-Klasse. Die Ausgangsposition ist gut: Der Niederösterreicher startet im Team mit Kazuki Nakajima (Jap) und Stéphane Sarrazin (F) aus der Poleposition vor Porsche. Nakajima war der erste Japaner überhaupt, der ein Qualifying gewinnen konnte, noch dazu mit einem neuen Rundenrekord in der Hybrid-Ära (3:21,789). Toyotas Auftrag ist klar: Im 16. Anlauf auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs, der die Langstreckenwelt bedeutet, soll es endlich mit dem ersten Triumph klappen.

Vorjahressieger Audi hat zumindest das Rennen vor dem Rennen gewonnen: Nach dem Trainingsunfall von Loïc Duval wurde der demolierte R18-Turbodiesel in Rekordzeit wieder zusammengeschraubt.

Le Mans ist Legende. Nicht zuletzt wegen des Grenzgangs, den das 24-Stunden-Rennen für Mensch und Maschine darstellt. "Das ist einzigartig, wenn du 24 Stunden mitfiebern musst. Wenn endlich die Sonne aufgeht, dann ist es so lange bis Mittag. Und wenn dann endlich Mittag ist, musst du immer noch drei Stunden warten. Es ist einfach so lang", sagt Fritz Enzinger. Doch wird das Warten belohnt, sind die Strapazen vergessen.

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