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27.10.2013

Vettel zum vierten Mal in Serie Weltmeister

Der deutsche Red-Bull-Fahrer sichert sich in Indien vorzeitig den Titel.

Sebastian Vettel ist zum vierten Mal in Serie Formel-1-Weltmeister. Der 26-jährige Deutsche fixierte seinen Titel am Sonntag mit seinem zehnten Saisonsieg im Grand Prix von Indien. Auch seinem österreichisch-englischen Team Red Bull Racing ist der Gewinn der Konstrukteurs-WM zum vierten Mal hintereinander drei Rennen vor Schluss nicht mehr zu nehmen.

Vettel dominierte auf dem Buddh International Circuit aus der Pole Position, fuhr vor Mercedes-Pilot Nico Rosberg und Romain Grosjean im Lotus seinen sechsten GP-Sieg in Serie ein. Sein einzig verbliebener WM-Rivale Fernando Alonso kam nach einer Startkollision im Ferrari nicht über Platz elf hinaus. In Indien hat bei drei Auflagen noch kein anderer Pilot als Vettel gewonnen.

Der WM-Titel geht gar seit 2010 ununterbrochen an den Red-Bull-Star. "Jetzt bist du eine der Allzeit-Größen", sagte Teamchef Christian Horner bei der Zieldurchfahrt auf dem Boxenfunk zu Vettel. Zumindest vier Weltmeisterschaften haben sonst nur Rekordchampion Michael Schumacher (7), der Argentinier Juan Manuel Fangio (5) und der Franzose Alain Prost (4) eingefahren.

Frühe Entscheidung

Vettels Krönung in Indien stand praktisch schon nach der ersten Runde fest, weil Alonso nach einer Berührung mit Mark Webber im zweiten Red Bull seinen Frontflügel beschädigte und weit zurückfiel. Der Spanier hätte zumindest Zweiter werden müssen, um das WM-Rennen theoretisch offen zu halten. Alonsos Teamkollege Felipe Massa wurde Vierter. Dahinter folgten Sergio Perez (McLaren), Lewis Hamilton (Mercedes) und Kimi Räikkönen (Lotus).

Webber schien Vettels Tempo als Einziger mitgehen zu können, schied aber wegen einer defekten Lichtmaschine nach Hälfte des Rennens an zweiter Stelle liegend aus. Der vierte Konstrukteurs-Titel ist Red Bull dennoch sicher. Dahinter geht es wie in der Fahrer-WM nur noch um Rang zwei. Mercedes (313 Punkte) schob sich vor Ferrari (309). Das nächste Rennen steigt bereits kommenden Sonntag in Abu Dhabi.

Auf Österreich-Besuch

Am Tag darauf ist der frisch gebackene Weltmeister in Salzburg zu sehen. Der 26-jährige Deutsche wird am 4. November bei "Sport und Talk aus dem Hangar-7" zu Gast sein. Das gab der Red-Bull-Sender ServusTV am Sonntag unmittelbar nach dem vierten WM-Titel Vettels bekannt.

Mit Vettel werden auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner und Technikchef Adrian Newey in der Sendung zu Gast sein. Danach dürfte eine Titelfeier stattfinden, bei der auch Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz erwartet wird. Der Milliardär war am Wochenende nicht in Indien, um dem vierten Titelgewinn seines Superstars und seines Teams in der Konstrukteurs-WM beizuwohnen.

So wurde Vettel Weltmeister

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Großer Preis von Indien

Endstand nach 60 Runden:
1. Sebastian Vettel GER Red Bull
2. Nico Rosberg GER Mercedes 29,8
3. Romain Grosjean FRA Lotus 39,8
4. Felipe Massa BRA Ferrari 41,6
5. Sergio Perez MEX McLaren 43,8
6. Lewis Hamilton GBR Mercedes 52,4
7. Kimi Räikkönen FIN Lotus 01:07,9
8. Paul di Resta GBR Force India 01:12,8
9. Adrian Sutil GER Force India 01:14,7
10. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso 01:16,2
11. Fernando Alonso ESP Ferrari 01:18,2
12. Pastor Maldonado VEN Williams 01:18,9
14. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso eine Runde
13. Jenso Button GBR McLaren eine Runde
15. Esteban Gutierrez MEX Sauber eine Runde
16. Valtteri Bottas FIN Williams eine Runde
17. Max Chilton GBR Marussia zwei Runden
18. Jules Bianchi FRA Marussia zwei Runden

Out: Mark Webber (AUS/Red Bull), Giedo van der Garde (NED/Caterham), Charles Pic (FRA/Caterham), Nico Hülkenberg (GER/Sauber)

Erfolgreichste Fahrer seit 1950- Zahl der WM-Titel

Dietrich hat 2007 an mich geglaubt

Herr Vettel, wie fällt Ihre erste Reaktion aus?Vettel: Ich bin sprachlos. Als ich über die Ziellinie fuhr, war ich einfach leer. Es gibt so viele Dinge, die Du sagen willst, aber Du kannst es einfach nicht. Bilder schießen in deinen Kopf von klein auf.

Sie haben bisher ein herausragendes Jahr geboten. Das war eine phänomenale Saison, das Auto war phänomenal. Es gibt mir einfach Kraft, für dieses Team zu fahren. Zunächst danke ich aber den Fans für ein unglaubliches Rennen. Schade, dass wir kommendes Jahr hier nicht fahren können.

Sie haben vor lauter Freude mit ihrem Wagen "Donuts" auf dem Asphalt gedreht. Da sind so viele Leute auf der Tribüne, da musste ich was machen. Normalerweise darfst Du das nicht, aber ich wollte es. Danke an das Team. Es war keine leichte Saison. Von außen konnte vielleicht der Eindruck so sein, das alles in unseren Händen liegt. Mit (Alain) Prost, (Juan Manuel) Fangio und Michael (Schumacher) in einer Reihe genannt zu werden, ist unglaublich.

Ist das der schönste Tag in Ihrem Leben? Es fühlt sich ziemlich besonders an, denn wir arbeiten das ganze Jahr so hart. Es ist schwer, dafür Worte zu finden. Ich bin überwältigt, das ist einer der schönsten Tage meines Lebens. Ich denke oft daran zurück, als ich ein kleiner Junge war und die Formel 1 so weit weg. Und dann gegen diese Leute zu fahren. Ich habe immer versucht, gut zuzuhören. Ich danke allen Leuten, von denen ich soviel gelernt habe. Dietrich (Mateschitz) hat 2007 an mich geglaubt. 'Gib dem Buben eine Chance', sagte er, als nur wenige an mich geglaubt haben.

Sie mussten in dieser Saison auch Buhrufe über sich ergehen lassen. Das fühlt sich nicht toll an. In der Hitze des Gefechts kann sowas aber vorkommen. Ich denke, es ist nicht meine Schuld. Aber auch für mich war es schwierig, wenn du ausgebuht wirst, obwohl du nichts falsch gemacht hast. Ich mache die Leute dafür aber nicht verantwortlich.

Wem würden Sie Ihren Erfolg widmen? Wenn es da jemanden gibt, dann meiner Freundin und meiner Familie, aber insbesondere meiner Freundin. Meine Familie hat eine riesige Rolle gespielt.

Können Sie nun schon verstehen, was Sie da eigentlich geleistet haben? Vier Titel zu gewinnen, ist einfach eine große Nummer. Ich fühle mich nicht alt, und das in so einer Zeit erreicht zu haben, ist schwer zu fassen. Vielleicht in zehn Jahren. Dann kann ich das vielleicht verstehen. Vieles versteht man einfach erst, wenn man nicht mehr aktiv ins Lenkrad greift.

Lauda: "Er ist ein Gigant"

Sebastian Vettel (Red Bull/vierfacher Weltmeister): "Dieser Moment, wenn man über die Ziellinie fährt, das ist unheimlich schwer zu begreifen. Das Auto war unglaublich heute, es war es die ganze Saison. Wenn man sich ansieht, was wir in so kurzer Zeit erreicht haben, das ist fast nicht zu glauben. Ich fühle mich schon ein bisschen älter, aber so alt bin ich noch gar nicht. Vielleicht muss ich in zehn Jahren hart kämpfen, um auf das Level zu kommen, auf dem ich jetzt bin."

Helmut Marko (Motorsportdirektor von Red Bull): "Die Erleichterung, als er über die Ziellinie gefahren ist, war unglaublich. Sebastian Vettel ist derzeit der schnellste und kompletteste Fahrer der Formel 1. Er hat sich das aber mit harter Arbeit erkämpft. Er ist ein Ausnahmetalent. Genauso wie Vettel ein Ausnahmearbeiter ist, ist es aber auch das gesamte Team. Es sind Vettel und das Team, jeder Teil für sich würde nicht funktionieren."

Fernando Alonso (ESP/Ferrari-Pilot/zweifacher Ex-Weltmeister): "Glückwunsch. Man muss ihm einfach gratulieren. Sie haben es verdient, sie waren die besten."

Nico Rosberg (GER/Mercedes-Pilot): "Er verdient es, er hat einen großartigen Job gemacht."

Lewis Hamilton (GBR/Mercedes-Pilot/Ex-Weltmeister): "Das ist ein fantastischer Erfolg, er hat einige unglaubliche Leistungen in dieser Saison gezeigt."

Michael Schumacher (siebenfacher Rekordweltmeister auf seiner Homepage): "Ein dickes Kompliment und herzliche Gratulation an Sebastian - grandiose Leistung von ihm und seinem Team, cooles Jahr, so hat er sich den vierten Titel redlich verdient."

Nigel Mansell (GBR/Ex-Weltmeister): "Herzlichen Glückwunsch an Red Bull und Seb für eine weitere außergewöhnlich brillante Saisonleistung mit dem vierten Titel in Serie."

Niki Lauda (Dreifacher Weltmeister): "Er ist ein Gigant, mehr kann man dazu nicht sagen. Viermal hintereinander Weltmeister, das muss man einmal zusammenbringen. Vettel macht alles richtig, das ist beeindruckend. Das Auto ist sehr, sehr schnell. Aber man muss es auch erst einmal so zum Laufen bringen."

Alain Prost (FRA/vierfacher Ex-Weltmeister): "Er ist ein großartiger Champion, und ich denke nicht, dass es sein letzter Titel sein wird. Es freut mich, dass er meine vier Titel eingestellt hat."

Alexander Wurz (Früherer Formel-1-Pilot): "Fast alle Weltmeister der Formel 1 sind im besten Auto gesessen, das darf man nicht vergessen. Ich bin stolz, so einem Meister als Zeitzeuge zusehen zu dürfen."

Vettel & Red Bull Racing

SEBASTIAN VETTEL (Deutschland/26 Jahre):

Geboren: 3. Juli 1987 in Heppenheim Wohnort: Kemmental/Schweiz Familienstand: ledig Größe/Gewicht: 1,74 m/64 kg Website: http://www.sebastianvettel.de/

Team: Red Bull Racing (seit 2009, Vertrag bis 2015) Vergangene Formel-1-Teams: BMW-Sauber (2007/1 Rennen als Ersatzfahrer), Toro Rosso (August 2007 bis Ende 2008) Erster Grand Prix: 17. Juni 2007 in den USA für BMW-Sauber Erster GP-Sieg: 14. September 2008 in Italien für Toro Rosso Erste Pole Position: 13. September 2008 in Italien für Toro Rosso Erste WM-Punkte: 17. Juni 2007 Platz acht in den USA für BMW-Sauber GP-Starts: 117 GP-Siege: 36 Podestplätze: 59 Pole Positions: 43 WM-Punkte: 1.376

Größte Erfolge: * Weltmeister 2010, 2011, 2012 und 2013 * Vize-Weltmeister 2009

Besonderes: * Jüngster Weltmeister (23 Jahre, 134 Tage) * Jüngster Doppel-Weltmeister (24 Jahre, 98 Tage) * Jüngster Dreifach-Weltmeister (25 Jahre, 145 Tage) * Jüngster Vierfach-Weltmeister (26 Jahre, 116 Tage) * Jüngster Grand-Prix-Sieger (21 Jahre, 73 Tage) * Jüngster Pole-Position-Mann (21 Jahre, 72 Tage) * Jüngster Fahrer in den WM-Punkten (19 Jahre, 349 Tage) * Dritter Pilot der Geschichte mit vier WM-Titeln in Serie (nach Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher)

RED BULL RACING:

Hauptquartier: Milton Keynes/England Chassis: RB9 Motor: Renault RS27-2013 Homepage: http://www.redbullracing.com

Fahrer: Sebastian Vettel (GER/26 Jahre), Mark Webber (AUS/37) Fahrer für die kommende Saison: Vettel, Daniel Ricciardo (AUS/24) Teambesitzer: Dietrich Mateschitz (AUT) Motorsportchef: Helmut Marko (AUT) Teamchef: Christian Horner (GBR) Technischer Direktor: Adrian Newey (GBR) Vorgängerteam: Jaguar (Übernahme durch Red Bull im November 2004)

Erster Grand Prix: 6. März 2005 in Australien Erster GP-Sieg: 19. April 2009 in China durch Vettel Erste Pole Position: 18. April 2009 in China durch Vettel Erste WM-Punkte: 6. März 2005 in Australien durch David Coulthard (GBR/4.) und Christian Klien (AUT/7.) GP-Starts: 162 GP-Siege: 44 Podestplätze: 96 Pole Positions: 54 WM-Punkte: 2.334,5

Größte Erfolge: * Fahrer-Weltmeister 2010, 2011, 2012 und 2013 durch Vettel * Konstrukteurs-Weltmeister 2010, 2011, 2012 und 2013 * Zweiter der Fahrer-WM 2009 durch Vettel

Im Herzen aus Österreich

Neben der vierten Formel-1-Weltmeisterschaft für Sebastian Vettel hat Red Bull am Sonntag in Indien auch den vierten Titel in Folge in der Konstrukteurs-WM eingefahren. Der prestigeträchtige Trophäe wandert ins Hauptquarter des Rennstalles nach Milton Keynes in England. In Red Bull Racing steckt neben dem Geld von Eigentümer Dietrich Mateschitz aber noch eine Menge Österreich.

Die Bundeshymne etwa ist in der Formel 1 längst Programm. Sie wird nach jedem GP-Sieg für das Team gespielt. 43-mal war das bisher der Fall. Nur beim Premierensieg durch Vettel 2009 in China war den Veranstaltern ein Fauxpas unterlaufen und das englische "God Save the Queen" erklungen. Bis nach Shanghai hatte es sich nicht herumgesprochen, dass Red Bull mit österreichischer Lizenz antritt.

Erfolgsorientiert

Das Team ist zwar eine eingetragene Firma britischen Rechts, versteht sich aber auch als rot-weiß-rote Equipe. "In keiner anderen Sportart wird die Bundeshymne vor einem größeren Publikum gespielt", erinnerte Motorsportchef Helmut Marko nicht ohne Stolz. "Außerdem wird sie im Gegensatz zu Fußball oder anderen Mannschaftssportarten mit Erfolg in Verbindung gebracht." Und das fast jedes zweite Wochenende.

In Milton Keynes im Herzen Englands sind knapp 550 Mitarbeiter beschäftigt. Auch der Großteil des Personals - von der Entwicklungsabteilung über Ingenieure bis hin zu den Mechanikern - kommt von der Insel. Zwei Österreicher sind im Marketing tätig, bei Europa-Rennen 30 weitere im Gastronomie- und im Sicherheitsbereich. Bei Übersee-Grand-Prix reduziert sich dieses Team auf 17.

Mit Mateschitz und Marko kommen allerdings zwei von drei Direktoren des Rennstalles aus der Steiermark. Der dritte im Bunde ist der Engländer Christian Horner, dem als Teamchef die operative Leitung obliegt. Horner telefoniert täglich mit Marko, bei dem als Motorsportchef von Red Bull die Fäden zusammenlaufen. Der 70-jährige Ex-Rennfahrer leitet auch das Nachwuchsprogramm, dem unter anderem Vierfach-Weltmeister Vettel entstammt.

Erst im Herbst 2004 hatte Mateschitz den Jaguar-Rennstall übernommen. Die ersten Jahre verliefen schleppend. Seit Vettel 2009 zum Team gestoßen ist, ist es aber explodiert. Partys stehen bei Red Bull schon lange nicht mehr an erster Stelle, obwohl sich der Getränkekonzern aus Marketinggründen in der Formel 1 befindet. Stattdessen rechtfertigen Titelgewinne die jährlichen Investitionen von fast 200 Millionen Euro.

Alonsos Plan A ist gescheitert

Das Grand Prix Wochenende in Indien ist mitunter das wichtigste in diesem Jahr. Sebastian Vettel hat seinen vierten Titel in Folge geholt und sich somit auf eine Stufe mit Alain Prost gestellt. Nur Fangio und Schumacher sind noch vor ihm in der Bestenliste. Fernando Alonso, Vettels härtester Konkurrent kann gerade einmal zwei Titel anführen.

2010 kam Alonso mit Hilfe der spanischen Bank Santander zum traditionsreichsten Rennstall der Formel 1 - zur Scuderia Ferrari. Nachdem man Räikkönen unliebsam entließ, um für den Spanier ein Cockpit freizumachen, steht man vier Jahre nach diesem Ereignis genau bei der gleichen Anzahl an Weltmeistertiteln. Räikkönen ist noch immer der letzte Ferrari-Weltmeister. Er gewann den Titel 2007, Alonso 2005 und 2006 mit Renault. Der Spanier galt als Hoffnungsträger und Heilsbringer für Ferrari, nachdem Räikkönen nach seinem Titelgewinn 2008 und 2009 stark nachließ. Alonso wurde von den Tifosi gefeiert und als nächster Ferrari-Weltmeister angepriesen. Doch Ferrari’s „Plan A“ ging nicht auf.

Am 22. Oktober jährt sich Alonso’s zweiter Titelgewinn zum siebenten Mal. Eine siebenjährige Durststrecke geht an niemandem spurlos vorüber. Zuletzt scheint Alonso verbissen und verkrampft. Er übte offiziell Kritik an Ferrari, was einem Todesurteil gleichkommt. Man schimpft nicht über einen Ferrari – das stellte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo klar. Auch Teamchef Domenicali gefällt das aufmüpfige Verhalten seines Fahrers nicht. In der roten Liebesbeziehung kriselt es. Der 32-jährige Spanier nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Er propagiert, er polarisiert, er politisiert. Von vielen Experten wird er trotzdem noch immer als der aktuell beste Fahrer eingestuft, vor Vettel. Doch sein Ego hat einen Kratzer abbekommen.

(von Maria Reyer)

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