Spielberg: Lewis Hamilton holt im Starkregen die Poleposition

Spielberg: Lewis Hamilton holt im Starkregen die Poleposition
Der sechsfache Weltmeister deklassierte bei schwersten Verhältnissen die Konkurrenz. Der Zweite hatte schon 1,2 Sekunden Rückstand

Es schüttete in der Steiermark, über den Red Bull Ring floss das Wasser. Den Durchblick im Blindflug durch die Gischt behielt der sechsfache Weltmeister Lewis Hamilton. In 1:19,273 war er um mehr als 1,2 Sekunden schneller als Red-Bull-Pilot Max Verstappen. McLaren-Pilot Carlos Sainz wird am Sonntag von Startplatz drei ins Rennen gehen. Neben ihm steht Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. Für Ferrari-Mann Sebastian Vettel blieb nur Rang zehn.

"Danke Leute, ein super Job", sagte Hamilton nach seiner Fahrt wie auf rohen Eiern. "Wir sind zurück."

Spielberg: Lewis Hamilton holt im Starkregen die Poleposition

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als würde gar nichts gehen in Spielberg. Der prognostizierte Starkregen war gekommen, das Training der Formel 1 am Vormittag fiel ins Wasser, das Rennen der Nachwuchsserie Formel 3 wurde nach etlichen Unfällen abgebrochen. Beim Rennabbruch nach 12 von 24 Runden lag der Österreicher Lukas Dunner auf Platz 16. Der Sieg ging an den Dänen Frederik Vesti.

Nur ein Mercedes drehte Runden

Und auch der geplante Start des Qualifyings der Formel 1 um 15 Uhr war nicht möglich, zu viel Regen stand auf der Strecke. Der einzige, der einige Runden auf dem Red Bull Ring drehte, war der Deutsche Bernd Mayländer im Safety Car von Mercedes.

Womit keiner gerechnet hatte, passierte aber doch noch. Mit 46 Minuten Verspätung ging es in Spielberg los. Alle 20 Autos kämpften sich durch den Regen. „Ich kann gar nichts sehen“, funkte Max Verstappen an die Box. Den Durchblick hatte vorerst nur Sebastian Vettel, der das Feld anführte.

Nach einem Crash von Giovinazzi endete die Session vorzeitig. Neben dem Italiener scheiterten auch Grosjean, Räikkönen, Latifi und Perez. Für den Mexikaner war das Out besonders bitter, sein Racing Point gehörte auf trockener Straße zu den schnellsten Autos. „Ich habe meine Vorderreifen nicht auf Temperatur gebracht“, sagte Perez. „Und als es so weit war, war es zu spät.“

Der Regen wurde wieder stärker, das Qualifikationstraining zur Lotterie. Ferrari-Jungstar Charles Leclerc konnte seine Zeit nicht mehr verbessern und erreichte nicht den finalen Qualifikationsdurchgang. Am Ende wurde er von Platz 11 auf 14 zurückgereiht.

Dafür jubelte Williams-Fahrer George Russell über einen zwölften Rang, der noch ein elfter wurde.

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