© Sauber F1 Team / Twitter

Formel 1
03/01/2016

Sauber kämpft um Anschluss

Die Saison 2015 war für Sauber durchwachsen. "Wir wollen uns steigern", sagt Teamchefin Monisha Kaltenborn.

von Mathias Kainz

Als letztes der insgesamt elf Formel-1-Teams der Saison 2016 hat Sauber seinen neuen Boliden vorgestellt. Der Sauber-Ferrari C35 feierte am Dienstag seine Premiere beim zweiten Wintertest der Formel 1 in Barcelona.

Der C35 sieht seinem Vorgänger, dem C34, nicht nur auf den ersten Blick ähnlich. Die Unterschiede zum Vorjahresmodell stecken im Detail, Revolutionen sucht man vergeblich. Die Heckpartie ist ein wenig schmaler als im Vorjahr, was der kompakteren Bauweise des Ferrari-Motors geschuldet ist. Die Seitenkästen sind schlanker, und die kurze Nase mit dem Stummelfortsatz, die 2016 bei den meisten Fahrzeugen zu finden ist, kommt auch beim Sauber zum Einsatz.

"Bei der Entwicklung des Sauber C35-Ferrari gingen wir dieses Mal einen etwas anderen Weg", erklärt der im Vorjahr zum Team gestoßene Technikdirektor Mark Smith. "Dem neuen Sauber-Auto ist anzusehen, dass es eine Evolution darstellt."

Steigerung anvisiert

"Wir wollen uns deutlich steigern", kündigt die österreichische Teamchefin Monisha Kaltenborn an. "Natürlich gibt es eine konkrete Position, die wir erreichen möchten. Aber für den Anfang ist es wichtig, sich im Mittelfeld zu etablieren." Eine solche Etablierung wäre im Vergleich zum Vorjahr auch ein bemerkenswerter Schritt: Der Schwede Marcus Ericsson und der Brasilianer Felipe Nasr schafften es nur sporadisch in die Top Ten. Mit mageren 36 Punkten gelang 2015 nur der 8. WM-Rang.

Kaltenborn gibt ihren beiden Piloten aber keine Schuld daran. "Beide haben eine gute erste Saison abgeliefert. Für Marcus und Felipe spricht, dass sie beide nur wenige Fehler gemacht haben." Nicht zuletzt deshalb dürfen die beiden auch heuer wieder ins Lenkrad greifen. Für die beiden spricht aber auch, dass sie zahlungskräftige Unterstützung mitbringen: Felipe Nasr wird von der Banco do Brasil mit kolportierten 15 Millionen Euro gefördert, die Unterstützung von Ericssons Sponsoren dürfte sich auf einen ähnlichen Betrag belaufen.

Später Teststart ein Nachteil?

Ericsson zeigt sich zuversichtlich, dass das neue Auto ein Fortschritt ist. "Der Kampf um die Positionen wird heuer enger werden. Ich glaube aber, dass wir mit dem neuen Auto einen Schritt nach vorne machen werden." Das Saisonziel definiert er ähnlich wie seine Teamchefin. "Ich würde uns diese Saison gerne um die Punkte kämpfen sehen."

Teamkollege Felipe Nasr gibt sich etwas vorsichtiger. "Es ist für mich schwer vorherzusehen, wie sich die Platzierungen hinter den Topteams aufteilen werden - und wo wir uns einreihen werden. Die Saison wird zeigen, welche Ergebnisse für uns möglich sind."

Fraglich bleibt, ob sich der verspätete Teststart noch rächen wird. Anders als die übrigen Boliden wurde der Sauber C35 nicht rechtzeitig für die ersten vier Testtage fertig, sondern feierte erst am Dienstag beim zweiten Wintertest sein Streckendebüt. Sowohl die Laufleistung als auch die Rundenzeiten diese Woche werden ein Indikator sein, wie gut der neue Sauber wirklich ist.

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