Nico Rosberg geht aus der Pole Position in den Grand Prix am Sonntag.

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Formel 1
11/01/2014

Rosberg rast in Austin auf die Pole

Der Deutsche verweist seinen Teamkollegen Lewis Hamilton im Qualifying auf Rang zwei.

Nico Rosberg startet am Sonntag von der Pole Position in den Formel-1-Grand-Prix der USA. Der deutsche Mercedes-Pilot erzielte am Samstag im Qualifying auf dem 5,516 km langen Kurs in Austin in 1:36,067 Minuten Bestzeit vor seinem englischen Teamkollegen Lewis Hamilton (+0,376), der die WM-Wertung 17 Punkte vor Rosberg anführt. Dritter wurde der finnische Williams-Pilot Valtteri Bottas (+0,839).

Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel konzentrierte sich dagegen nach dem Tausch seines Renault-Motors wie angekündigt ganz auf die Abstimmung des Renn-Set-Ups und schied nach nur drei Runden auf dem Circuit of The Americas als 17. bereits in der ersten der drei Quali-Sessions aus. Der Deutsche muss am Sonntag (21.00 Uhr MEZ/live ORF eins, RTL und Sky) aus der Boxengasse in den drittletzten WM-Lauf der Saison starten, weil er bereits mit dem sechsten statt der maximal fünf erlaubten Triebwerke in dieser Saison fährt.

Daniel Ricciardo (1,177) wurde im zweiten Red-Bull-Boliden unmittelbar hinter dem Brasilianer Felipe Massa (Williams/1,138) Fünfter. Der Australier hat als WM-Dritter bereits 92 Punkte Rückstand und bei noch maximal 100 möglichen Punkten nur noch eine rechnerische Chance, den Fahrertitel eines Mercedes-Piloten zu verhindern.

"Ich bin sehr glücklich, alles hat gut funktioniert", lautete der erste Kommentar von Rosberg, der nun bei insgesamt 13 Qualifying-Bestzeiten in seiner Formel-1-Karriere hält. Hamilton hatte dagegen mit Bremsproblemen zu kämpfen und sprach von teilweise "100 Grad Temperaturunterschied zwischen linker und rechter Vorderbremse". "Nico wäre aber auch schneller gewesen, wenn ich dieses Problem nicht gehabt hätte", meinte der Brite, der die jüngsten vier Rennen gewann.

"Die bleiben sich nichts schuldig"

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war dieser Meinung. "Das war eine unglaubliche Runde von Nico", betonte der Wiener, der an ein spannendes Titelduell seiner Piloten bis zum Schluss glaubt. "Die bleiben sich nichts schuldig. Wenn man vom Momentum des einen spricht, schlägt der andere wieder zurück." Vor Hamilton hatte im letzten Freien Training am Samstagvormittag auch Rosberg mit Bremsproblemen zu kämpfen gehabt.

"Die Strecke hier ist sehr kompliziert, weil sich die Bedingungen hier ständig ändern", erklärte Wolff. Rosberg verwies in diesem Zusammenhang auf die großen Temperaturunterschiede. "Am Morgen war es eiskalt da draußen auf der Strecke, jetzt am Nachmittag warm. Dazu hat sich die Windrichtung immer geändert", sagte der 29-jährige Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg. "Platz eins ist natürlich fantastisch, doch was wirklich zählt, ist das Rennen."

In diesem stehen nach den Insolvenzanträgen der Nachzügler-Teams Marussia und Caterham erstmals seit Monaco 2005 nur 18 Autos am Start. Es könnten aber sogar noch weniger werden, da ein Rennboykott der kleineren Rennställe Force India, Sauber und Lotus im Raum steht. Sie wollen damit ihrer Forderung nach einer Neuverteilung der von Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone verwalteten Vermarktungserlöse Nachdruck verleihen.

Endstand
1. Nico Rosberg GER Mercedes 1:36,067
2. Lewis Hamilton GBR Mercedes 1:36,443
3. Valtteri Bottas FIN Williams 1:36,906
4. Felipe Massa BRA Williams 1:37,205
5. Daniel Ricciardo AUS Red Bull 1:37,244
6. Fernando Alonso ESP Ferrari 1:37,610
7. Jenson Button GBR McLaren 1:37,655
8. Kevin Magnussen DEN McLaren 1:37,706
9. Kimi Räikkönen FIN Ferrari 1:37,804
10. Adrian Sutil GER Sauber 1:38,810
out in Q2
11. Pastor Maldonado VEN Lotus 1:38,467
12. Sergio Perez MEX Force India 1:38,554
13. Nico Hülkenberg GER Force India 1:38,598
14. Daniil Kwjat RUS Toro Rosso 1:38,699
out in Q1:
15. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso 1:39,250
16. Esteban Gutierrez MEX Sauber 1:39,555
17. Sebastian Vettel * GER Red Bull 1:39,621
18. Romain Grosjean FRA Lotus 1:39,679
* Muss aus der Boxengasse starten (sechster Motor der Saison)
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