Sport | Motorsport
25.01.2012

Durch Blechschäden zur F1-Sicherheit

Früher als sonst werden die Boliden heuer auf ihre Widerstandsfähigkeit geprüft.

Die Formel 1 ist auf Crashkurs. Zum ersten Mal müssen alle Teams in diesem Jahr schon vor den ersten Testfahrten beweisen, dass ihre neuen Autos auch schweren Unfällen standhalten.

Für die Ingenieure bedeutet die neue Regel weniger Zeit zur Entwicklung der Rennwagen, damit alle Pflicht-Crashtests rechtzeitig absolviert werden können. Bisher mussten die Boliden erst vor dem Auftaktrennen zur Sicherheitsprüfung.

Jedes Chassis, das bei Übungsfahrten und Rennen eingesetzt werden soll, muss in der Teamfabrik allerdings unter Aufsicht des Weltverbands FIA insgesamt acht sogenannte statische Tests bestehen.

 

Zahlreiche Tests

Simuliert werden dabei unter anderem harte Einschläge an der Cockpit-Seite, am Unterboden des Benzintanks und an der Frontpartie. Dazu wird der Überrollbügel bei drei Prüfungen jeweils mit mehreren Tonnen belastet und darf sich dabei nur minimal verformen.

Hinzu kommen dynamische Tests bei einem Prototypen des neuen Autos, die in einem von der FIA genehmigten Testzentrum ausgeführt werden müssen. Die Front, die Seite und das Heck des Rennwagens werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 Metern pro Sekunde (54 km/h) gecrasht. Dabei muss die Sicherheitszelle des Piloten vollkommen intakt bleiben.