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28.05.2017

Alonsos Indy-Traum platzt kurz vor dem Ziel

Der zweifache Formel-1-Weltmeister schlug sich bei seinem Debüt wacker, aber Honda ließ ihn erneut im Stich.

Es sollte einfach nicht sein. Fernando Alonso lag bei seinem Debüt bei den 500 Meilen von Indianapolis knapp zwanzig Runden vor Schluss in der Führungsgruppe und hatte nach einem sensationell starken Auftritt eine Außenseiterchance auf den Sieg - bis ihm ohne Vorwarnung der Honda-Motor platzte. Den Sieg sicherte sich der frühere Formel-1-Pilot Takuma Sato.

Alonso, der mit dem hoffnungslos unterlegenen und zudem unzuverlässigen Honda-Motor in dieser Formel-1-Saison bisher ohne Punkte ist, hatte zugunsten des Indy 500 auf einen Start beim Formel-1-Grand-Prix von Monaco verzichtet. Sein McLaren-Honda-Team kooperierte für Alonsos Oval-Ausflug mit Andretti Motorsport, einem der Top-Teams in der IndyCar-Szene, für das auch Sieger Sato startet.

Kurios: Alonso war einer von drei Piloten mit Honda-Motor, die während des über 200 Runden gehenden Rennens mit Motorschaden ausfielen. Einer davon war Alonsos Andretti-Teamkollege Ryan Hunter-Reay, der wie auch Alonso um die Führung mitgekämpft hatte.

Wie üblich war das Rennen von zahlreichen, teils heftigen Unfällen begleitet. Für den schwersten Unfall des Tages sorgte Scott Dixon: Der IndyCar-Veteran kollidierte in der Frühphase des Rennens mit Jay Howard, sein Rennwagen stieg auf und prallte auf die Begrenzungsmauer. Zum Glück blieben beide beteiligten Fahrer unverletzt.