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Sport
12/05/2011

Melzer holt US-Open-Titel im Doppel

Gemeinsam mit seinem deutschen Partner Philipp Petzschner setzt sich Melzer im Finale gegen die Polen Fyrstenberg/Matkowski durch.

von Harald Ottawa

Aufatmen! Und Durchblasen! Vor eineinhalb, zwei Wochen war die Luft bei Jürgen Melzer draußen, seit Samstagnacht ist Österreichs Bester erneut ein Grand-Slam-Turniersieger. Gemeinsam mit seinem deutschen Freund Philipp Petzschner.

Der 6:2-6:2-Sieg über die Polen Mariusz Fyrstenberg und Marcin Matkowski, der in nur 49 Minuten fixiert war, brachte dem vielseitigen Deutsch-Wagramer den ersten Titel bei den US Open.

Der Glücksfall im Stadtteil Queens ereignete sich zum richtigen Zeitpunkt. "Ihm hatte die Matchpraxis gefehlt. Diese hat er in den vergangenen Tagen bekommen, und dazu kommt noch das Selbstvertrauen", sagt Manager Ronnie Leitgeb, der nach den zuletzt schwachen Einzeldarbietungen jetzt doch gut bilanzieren darf: "Jetzt ist es keine verkorkste Saison mehr."

Wie denn auch. Zum einen ist es bereits der zweite große Titel 2011 nach dem Mixed in Wimbledon, zum zweiten sicherte sich Melzer mit dem 27-jährigen Deutschen einen Fixplatz beim Masters in London. Ja, und zum dritten freuen sich auch die Geldgeber. "Es ist sein Job, Erfolg zu haben, jetzt sind auch die Sponsoren zufrieden", sagt Leitgeb, dessen Schützling die Hälfte des Siegerschecks in Höhe von 420.000 US-Dollar (umgerechnet rund 300.000 Euro) kassiert. Zumindest lässt sich so ein vorübergehender Abschied aus den Top 20 der Einzelweltrangliste besser verschmerzen.

Mit dem Überraschungserfolg in Wimbledon, wo das Duo im Vorjahr gewonnen hatte, möchte Melzer den Sieg in New York nicht vergleichen: "In Wimbledon waren die Emotionen ganz anders, aber dieser Sieg ist auch etwas ganz Besonderes."

Nachspiel

Für Feierabende bleibt jedoch keine Zeit. Nach der erfolgreichen Nachtarbeit und dem Höhenflug in New York ist Melzer schon wieder abgehoben. Bereits am Sonntag flog er Richtung Europa, am Montag geht es zum Daviscup-Team nach Belgien, wo auf ihm Österreichs Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Weltgruppe ruhen. Keine Zeit zum Durchschnaufen.

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