Clemens Doppler (r.) ist mit Partner Alex Horst für die Heim-EM gerüstet

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Beachvolleyball
07/26/2015

Medaille als gutes Omen

Österreichs Beachvolleyballer Clemens Doppler und Alexander Horst holen Bronze in Yokohama vor der Heim-EM in Klagenfurt.

Österreichs Top-Duo Clemens Doppler/Alexander Horst hat mit dem zweitbesten Ergebnis seiner Karriere eine sehr gute Generalprobe für die Heim-EM in Klagenfurt abgeliefert. Die ÖVV-Paarung holte beim Grand-Slam-Turnier in Yokohama nach einer Halbfinal-Niederlage gegen die brasilianischen Weltmeister Alison/Bruno noch den dritten Rang. Zwar ging das Semifinale gegen die Favoriten trotz einer 16:13-Führung im zweiten Satz mit 0:2 (-14,-18) verloren, doch dann hatten Doppler/Horst im Spiel um Platz drei den längeren Atem. Sie besiegten die Russen Semenow/Krasilnikow mit 2:0 (17,16).

„Es ist eine verdiente Medaille hier auf der World Tour. Die Bedingungen hier waren sicher nicht unsere und wir haben es trotzdem auf das Podest geschafft. Ich bin überglücklich“, freute sich Doppler und Horst ergänzte: „Wir hatten nach dem Semifinale eine Stunde mehr Zeit zu regenerieren und das hat uns den Sieg gebracht.“ Zufrieden war auch Coach Robert Nowotny: „Der Wille war zu sehen, die Jungs wollten diese Medaille.“ Das Heimteam, im Vorjahr EM-Dritter, will nun am späten Montagabend in Klagenfurt eintreffen.

Andere Vorzeichen bei den Damen

Zwei Jahre nach dem Gold-Coup mit ihrer Schwester tritt Stefanie Schwaiger bei der neuerlichen Heim-EM in Klagenfurt unter ganz anderen Vorzeichen an. Die Niederösterreicherin gilt mit Barbara Hansel aufgrund einer durchwachsenen Saison nicht als Medaillenanwärterin. Trotz einiger Fortschritte in den von Umstellungen geprägten ersten Monaten fehle noch die Beständigkeit, meinte Schwaiger.

„Am Anfang gab es Abstimmungsschwierigkeiten. Es ist schon sehr durchwachsen gewesen. Aber ich glaube, dass wir für so ein frisch formiertes Team schon Fortschritte gemacht haben. Wir haben uns in vielen Sachen gesteigert, das Problem ist, dass wir die Konstanz nicht halten können. Wir haben sensationelle Spiele und auch wieder ganz schlechte“, betonte die 28-jährige Waldviertlerin.

Umstellung

Nach dem überraschenden Rücktritt ihrer Schwester Doris im Mai 2014 und einem erfolglosen Intermezzo mit Lisa Chukwuma entschied Schwaiger am Ende der Vorsaison, sich mit Hansel zusammenzutun. Die Umstellung sei auf und neben dem Platz kompliziert gewesen. „Die Situation war gar nicht leicht. Wenn jemand neun Jahre die ärgste Konkurrentin ist und dann formiert man ein Team. Ich war es nicht gewohnt, nachdem ich zwölf Jahre mit Doris gespielt habe. Es war am Anfang echt schwierig, weil wir so überfreundlich zueinander waren. Wir mussten uns alles ausmachen und viele kleine Sachen ausdiskutieren. Das war schon anstrengend, das hältst du auf die Dauer nicht aus. Das habe ich mir nicht so hart vorgestellt.“

Mittlerweile habe sich das Zusammenleben auf der Tour und das Zusammenspiel auf dem Court aber eingespielt. „Wir haben uns ausgesprochen und jetzt passt es echt gut. Mittlerweile kennen wir uns auch schon gut und sind wirklich gute Freundinnen geworden. Ich hätte nicht geglaubt, dass man das werden kann.“

Auf sportlicher Ebene habe man ebenfalls zueinandergefunden. „Für mich war es als Verteidigungsspielerin ein kompletter Neu-Neu-Start. Wir spielen aber erst ein Jahr zusammen, da hat man sich nicht zu viel erwarten können. Man muss uns noch ein bisschen Zeit geben. Aber wenn wir gut spielen, können wir gegen jeden gewinnen.“

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