Sport
23.08.2017

Marco Haller kämpft, doch am Ende siegt ein Kasache

Alexei Luzenko gewinnt die 5. Etappe der Vuelta, der Kärntner wird Sechster

Der Mittwoch bei der Spanien-Rundfahrt war der Tag des großen Auftritts des Marco Haller: Der 26-jährige Kärntner aus dem Team Katjuscha-Alpecin drückte 42 der 157,7 Kilometer zwischen Benicàssim und Alcossebre seinen Stempel auf.

45 Kilometer vor dem Ziel riss riss Haller in der Abfahrt nach der vorletzten Bergwertung aus einer 17-köpfigen Fluchtgruppe aus und raste zunächst solo davon, später gesellte sich der Kasache Alexei Luzenko zu ihm. Gemeinsam düsten davon, mehrfach forderte der Astana-Profi seinen Kärntner Mitstreiter auf, doch Führungsarbeit zu leisten, gar den Vogel zeigte er. Schließlich hatte Haller ein Einsehen, was vermutlich nicht die allerbeste Idee war. Denn der Sprinter wusste ja, was ihn auf den letzten 3,4 Kilometern des Tages erwarten würde: bis zu 20 Prozent Steigung, und das ist genau nicht das ideale Terrain für einen Radprofi mit 72 Kilo bei 1,78 Metern Größe.

So kam es, wie es kommen musste: Luzenko fuhr davon und siegte, Haller quälte sich den Berg hinauf und wurde mit 1:37 Minuten Rückstand Sechster. Und die Gesamtführung bleibt beim Briten Chris Froome.