Pumper wollte ihr Amt als LCC-Obfrau nicht aufgeben.

© Agentur Diener/DIENER / Eva Freuis

Leichtathletik
10/28/2014

LCC Wien tritt aus Landesverband aus

Der WLV forderte Susanne Pumper wegen ihrer Dopingvergangenheit erfolglos zum Rücktritt als Obfrau auf.

Der LCC Wien ist am 23. Oktober aus dem Wiener Leichtathletik-Verband ausgetreten und damit auch nicht mehr Mitglied des österreichischen Verbandes. Die Athleten des von Doping-Wiederholungstäterin Susanne Pumper als Obfrau geführten Vereins gelten damit in der ÖLV-Datenbank als abgemeldet und sind bei Landes- oder Bundesmeisterschaften nicht mehr startberechtigt.

Wie der WLV auf seiner Webseite mitteilte, können interessierte Athleten ihre Startfreigabe durch Anmeldung bei einem anderen Verein wiedererlangen, dies geht relativ unbürokratisch. "Bei Vereinsauflösung oder Vereinsaustritt sind die Athleten automatisch alle kostenlos frei und können wechseln und sich sofort wo anders anmelden", sagte ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis.

Lieber als der Vereinsaustritt wäre ihm gewesen, dass Pumper zurückgetreten wäre, aber das habe sie scheinbar nicht gewollt, meinte Baudis. Hintergrund ist, dass der WLV die ehemalige Topathletin Pumper, die wegen Erwerb bzw. Besitz einer verbotenen Substanz bis 5. März 2020 gesperrt ist, wegen ihres Verstoßes gegen die Antidoping-Bestimmungen zum Rücktritt von ihrer Funktion als LCC-Obfrau aufgefordert hat. Denn nach den internationalen Wettkampfregeln ist gesperrten Athleten die Ausübung einer Funktion im Sport nicht gestattet.

Doping

"Wir sehen keinen einzigen Vorteil mehr darin, Mitglied beim Verband zu sein", wird Pumper im Standard zitiert. Deshalb sei der LCC Wien aus dem WLV ausgetreten. Tatsächlich haben in den vergangenen Jahren immer wieder Talente den Verein verlassen, nachdem mehrere Topathleten positive Dopingtests abgegeben hatten.

Auch der Umstand, dass 2008 der damalige Sportkoordinator Wilhelm Lilge (jetzt team2012.at) gekündigt worden war, hatte eine kleine Austrittswelle zur Folge gehabt. Lilge war es gewesen, der im Fall von Pumper aktiv geworden war und mit einem Dopingtest Klarheit haben wollte.

Im Oktober 2008 war Pumper nach zwei positiven Tests auf EPO von der NADA für zwei Jahre gesperrt worden, im April 2013 war sie als Wiederholungstäterin wegen Erwerbs einer verbotenen Substanz für acht Jahre rückwirkend ab 6. März 2012 gesperrt worden. Im August 2012 wurde sie Obfrau des Traditionsvereins LCC Wien. Laut Der Standard bezifferte Pumper die Zahl der LCC-Mitglieder auf "Ungefähr hundert" und "Vielleicht sind es auch nur siebzig". Sie rechnet damit, dass der LCC nun wegen Vereinswechseln vielleicht zehn Aktive verlieren werde. Auf den Verband sieht man sich nicht mehr angewiesen. "Wir sind für den Breitensport da", sagte Pumper.

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