Sport
05.12.2011

Kenteris, Thanou vor Gericht freigesprochen

Die ehemaligen griechischen Sprint-Stars Kostas Kenteris und Katerina Thanou haben erfolgreich gegen ihre Haftstrafen wegen Meineids berufen.

Ein Athener Berufungsgericht erklärte das Duo, das im Mai eine Haftstrafe von 31 Monaten auf Bewährung ausgefasst hatte, am Dienstag für nicht schuldig. Bei Ex-Trainer Christos Tzekos wurde die Strafe von 33 Monate auf zwölf Monate auf Bewährung reduziert.

Im Mai hatte es ein Gericht als erwiesen angesehen, dass Kenteris (37) und Thanou (36) einen Tag vor den Olympischen Spielen 2004 in Athen einen Motorradunfall vorgetäuscht haben, um sich einer Dopingkontrolle zu entziehen. Die beiden Leichtathleten traten deshalb nicht bei den Heim-Spielen an. Für die olympischen Sommerspiele war es der größte Skandal seit der positiven Dopingprobe von Ben Johnson in Seoul 1988.

Nach sieben Vertagungen hatte der Prozess erst im Jänner dieses Jahres begonnen. Neben den beiden Athleten und Tzekos waren auch Ärzte eines Athener Krankenhauses sowie ein Zeuge des angeblichen Unfalls angeklagt.

In Griechenland hatte der Fall großes Aufsehen erregt. Kenteris hatte 2000 in Sydney überraschend Gold über 200 m gewonnen, Thanou über 100 m Silber hinter der später des Dopings überführten US-Amerikanerin Marion Jones.