Sport 02.01.2012

Jukic verlegt Olympia-Vorbereitung nach Kroatien

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Österreichs Schwimm-Ass Dinko Jukic hat die Absicht, einen Großteil seiner Olympia-Vorbereitung in Kroatien zu absolvieren.

Ein dahingehend eingebrachter Antrag wurde über das beim Sportministerium angesiedelte Spitzenförderungsprogramm "Team Rot Weiß Rot" genehmigt und läuft bereits seit Herbst. Jukic verspricht sich davon laut OSV ein gezielteres Training für die Sommerspiele in London.

Hinsichtlich der Verlagerung des Trainingsschwerpunkts von Wien nach Zagreb bestätigte OSV-Generalsekretär Thomas Gangel gegenüber der APA einen Bericht der Tiroler Tageszeitung, allerdings eben nur temporär bis zum Sommer. Bei Meetings wie den Staatsmeisterschaften Anfang März in Wien werde Jukic selbstverständlich dabei sein. Darüber hinaus ist der OSV für die Förderung dieses Schrittes von Jukic gar nicht zuständig, sondern eben das "Team Rot Weiß Rot".

Dessen Vorsitzender Hans Holdhaus stellte auch klar, dass dieser Fall mit anderen wie dem US-Aufenthalt von Markus Rogan gar nicht verglichen werden kann. "Es gibt keine Fixbeträge, sondern es wird bedarfsorientiert unterstützt", erklärte Holdhaus. "Die Athleten reichen einen Maßnahmenkatalog ein, nach dem wird bewertet. Es geht um die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen." Daher könne es sogar vorkommen, dass ein Sportler aus dem zweiten Glied höher unterstützt werde als etwa ein Weltmeister.

Freilich seien laut Holdhaus jederzeit Änderungsanträge möglich, also könnte Jukic durch Einreichung einer Maßnahmenkatalog-Adaptierung eine Anpassung der Förderhöhe bewirken. Für die Behandlung der Schwimm-Anträge im "Team Rot Weiß Rot" ist die 41-jährige steirische Ex-Topschwimmerin Judith Draxler zuständig. Übrigens erfuhr der Wiener Landesschwimmverbandspräsident Christian Meidlinger erst von der APA vom Jukic-Antrag, obwohl Dinko-Schwester Mirna eine seiner drei Vizepräsidentinnen ist.

Dinko Jukic hatte sich im Vorfeld der Kurzbahn-EM vom 8. bis 11. Dezember in Stettin über mangelnde Trainingsbedingungen in Wien beklagt, woraufhin er nach eigenen Aussagen nach Zagreb ausweichen musste. Laut Holdhaus war zu diesem Zeitpunkt die beantragte Förderung für das Training in Kroatien aber bereits genehmigt und gefördert gewesen.

Erstellt am 02.01.2012