Sport
05.03.2013

Jukic-Start bei Meisterschaften in Schwebe

Der Start des Olympia-Vierter in Graz ist nicht gesichert.

Der Start von Schwimm-Star Dinko Jukic bei den österreichischen Hallenmeisterschaften ab Donnerstag in Graz ist alles andere als gesichert. Das vom Schwimmverband (OSV) eingeräumte Sonderstartrecht unter dem Titel "OSV" wird der 24-Jährige nicht annehmen, obwohl sein Verein SC Austria Wien wegen versäumter Mitgliedsbeiträge derzeit vom Verband ausgeschlossen ist. "Ich starte nur für den SC Austria Wien", betonte Jukic am Dienstag.

Mit dem Sonderstartrecht kann der Olympia-Vierte wenig anfangen. "Die beim OSV müssen jetzt nicht die Samariter spielen", sagte Jukic, war er doch wegen Beleidigung von Verbandsfunktionären ursprünglich für zehn Monate bis 23. Juni gesperrt. Nach einer Einstweiligen Verfügung ist Jukic seit Ende November wieder startberechtigt, verpasste aber sowohl die Kurzbahn-EM in Chartres als auch die Kurzbahn-WM in Istanbul.

"Der OSV wollte ihn nicht bei einer EM und bei einer WM haben. Dieses Sonderrecht für die Meisterschaften brauchen wir jetzt auch nicht", erklärte Trainervater Zeljko Jukic. Sein Sohn hat daher sowohl beim Veranstalter als auch beim Verband beantragt, sich aus der Nennliste streichen zu lassen. Jukic wollte in der Grazer "Auster" über 100 und 200 m Delfin sowie über 200 m Lagen antreten. Sein erster Start war für Freitagvormittag (100 m Delfin) geplant.

Dinko glaubt an Startrecht

Abgeschlossen hat Jukic mit einem ÖM-Antreten noch nicht, hat kein Klub doch gegen den aus seiner Sicht ungerechtfertigten OSV-Ausschluss berufen. "Ich werde hinfahren und mich so vorbereiten, als würde ich starten", erklärte Österreichs stärkster aktiver Schwimmer. Durch die aufschiebende Wirkung der Berufung glaubt Jukic an ein Startrecht für den SC Austria. Sollte er nicht antreten dürfen und sein Verein erhält recht, werde Schadenersatz geltend gemacht.

Die nationalen Titelkämpfe sind die erste Qualifikationschance für die Langbahn-WM im Sommer in Barcelona. Darüber macht sich Jukic vorerst aber noch keine Sorgen. Einerseits habe er laut Vater Zeljko durch Olympia in London bereits eine Teilnahmeberechtigung vom Weltverband (FINA), andererseits läuft im Mai und Juni eine zweite Qualifikationsperiode. Zeljko Jukic: "Vielleicht schwimmen wir ein Mare-Nostrum-Meeting." Die Starterlaubnis seines Klubs ist aber auch dafür nicht restlos geklärt.