Sport 12.01.2012

Innsbruck nach Schneechaos bereit für YOG

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Die heftigen Schneefälle der vergangenen Woche haben den Veranstaltern der 1.

Olympischen Jugend-Winterspiele (YOG) in Innsbruck einige Probleme bereitet. Dank des rechtzeitig herrschenden Schönwetters steht dem reibungslosen Ablauf der Eröffnungsfeier am Freitagabend und den Wettkämpfen bis 22. Jänner aber nichts mehr im Wege, versicherte das Organisationsteam am Donnerstag.

IOC-Präsident Jacques Rogge ist am Nachmittag in Innsbruck eingetroffen und von ÖOC-Präsident Karl Stoss und Tirols Landeshauptmann Günther Platter begrüßt worden. Am Abend richtete der Olympiaboss im Kongresszentrum seine Grußworte an die 1.059 Teilnehmer und ihre 700 Betreuer. Die vom 69-jährigen Belgier initiierte Jugendveranstaltung ist das vorletzte Großereignis in seiner 2013 endenden Amtszeit, im Sommer folgen als Schlusspunkt noch die Sommerspiele in London.

Das Bergisel-Stadion für die Eröffnung und die Wettkampfstätten in Innsbruck, Seefeld und Kühtai seien durch große Kraftanstrengungen nach den heftigen Niederschlägen bereit, wurde betont. "Wir haben unter den Schneefällen gelitten und teils Übermenschliches geleistet. Aber nun sind wir definitiv bereit, und wir werden besondere Spiele erleben", betonte der im OK für die Sportagenden zuständige Werner Margreiter und versprach Pisten und Loipen auf Weltcup-Niveau.

Es habe durch Straßensperren und den vielen Neuschnee in den Austragungsorten zwar Verzögerungen gegeben, die am Donnerstag anberaumten Trainings am Patscherkofel und in Seefeld verliefen dank der 1.400 Freiwilligen und zusätzlicher 500 Bundesheersoldaten aber planmäßig, so Margreiter weiter.

Details über die Eröffnungsfeier (ab 18.30 Uhr/live ORF Sport +), wie die Namen der involvierten Personen an der Entzündung des Feuers am Bergisel, waren indes nicht zu erfahren. Es werde ein auf die Jugendlichen zugeschnittenes Programm geboten, hieß es lediglich. "Es wird keinen Gigantismus wie bei Olympischen Spielen und den 1. Jugend-Sommerspielen in Singapur geben, sondern eine familiäre Feier in diesem einzigartigen Stadion", erklärte der für die Zeremonie zuständige Gerhard Lanz.

Auf der Ehrentribüne werden neben Bundespräsident Heinz Fischer und Rogge zahlreiche weitere nationale und internationale Ehrengäste aus Sport und Politik Platz nehmen. Insgesamt sind 1.350 Personen in den Ablauf der Feier eingebunden, 90 Prozent davon sind Freiwillige. Der für die Nacht auf Freitag vorhergesagte leichte Schneefall, soll laut Prognosen zu Beginn der mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Eröffnung aufhören. Für das weitere Wochenende wird wieder Schönwetter erwartet.

OK-Chef Peter Bayer bekräftigte, dass man als erster Ausrichter der Winterspiele keinen Druck verspüre und aus der Sommerpremiere 2010 in Singapur seine Lehren habe ziehen können. "Wir hatten es leichter und konnten von Singapur lernen. Wir werden eine denkwürdige Eröffnung und Veranstaltung erleben", meinte Bayer, der die Spiele als Experimentierfeld und auch Gradmesser für künftige Auflagen sieht. "Wir gehen aber auch neue Wege und wollen Vorbild für zukünftige Jugendspiele und Olympische Spiele sein." Eine neuerliche Bewerbung Österreichs für traditionelle Olympische Spiele wurde von den ÖOC-Verantwortlichen für die nähere Zukunft einmal mehr ausgeschlossen.

Bereits vor der Eröffnung bestreiten die österreichischen Eishockey-Teams am Freitagvormittag ihre ersten Gruppenspiele. Die Mädchen treffen auf die Slowakei, die Burschen fordern Finnland. Die weibliche Auswahl hat sich im Feld von fünf Nationen eine Medaille vorgenommen. Die Burschen sind gegen die Finnen, die USA, Russland und Kanada hingegen nur Außenseiter. Eine schlechte Nachricht für Chefcoach Kurt Harand gab es bereits im Vorfeld. Bei Maximilian Egger traten im Training Herzrhythmusstörungen auf, der 15-jährige Kärntner fällt deshalb für das Turnier aus, ein Ersatzmann wurde nachnominiert.

Erstellt am 12.01.2012